08 June 2026, 06:08

600 Jahre Feldgeschworene: Wie ein uraltes Ehrenamt Bayern prägt

600 Jahre Siebener: Langenzenn feiert eine besondere Ehrenamtrolle

600 Jahre Feldgeschworene: Wie ein uraltes Ehrenamt Bayern prägt

600 Jahre Feldgeschworene in Langenzenn: Ein besonderes Jubiläum in Horbach

In Horbach wurde mit einer festlichen Veranstaltung das 600-jährige Bestehen der Feldgeschworenen in Langenzenn gefeiert. Gleichzeitig erinnerte das Ereignis daran, dass die Tradition vor einem Jahrzehnt in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen wurde. Anwohner ehrten bei der Feier die jahrhundertelange Bedeutung dieser Grenzsteinhüter für die bayerischen Gemeinden.

Die Tradition der Feldgeschworenen in Langenzenn geht bis ins Jahr 1426 zurück und gilt damit als das älteste kommunale Ehrenamt Bayerns. Wer einmal berufen wird, übernimmt die Aufgabe auf Lebenszeit: Sie sorgen dafür, dass Grundstücksgrenzen klar und korrekt bleiben. Ihre Arbeit unterstützt die Vermessungsbehörden und beugt Streitigkeiten um Landbesitz vor.

Während der Feierlichkeiten wurde ein neuer Gedenkstein enthüllt, gestiftet von den ortsansässigen Steinmetzen Kai und Oliver Vogel. Der Stein steht symbolisch für das bleibende Erbe der Feldgeschworenen. Ein weiteres markantes Element der Tradition ist das Siebenergeheimnis – ein geheimes Zeichen, das beim Setzen von Grenzsteinen verwendet wird.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bayernweit sind heute noch rund 25.000 Feldgeschworene im Einsatz. In Franken werden sie auch als Siebener bezeichnet, doch ihre Aufgaben bleiben dieselben. Die Bedeutung dieser Tradition wurde 2006 offiziell gewürdigt, als sie in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.

Die Veranstaltung in Horbach unterstrich die anhaltende Relevanz der Feldgeschworenen für die bayerische Kultur. Mit 600 Jahren Geschichte ist ihre Rolle beim Schutz der Grundstücksgrenzen bis heute unverzichtbar. Der neue Gedenkstein dient als dauerhafte Erinnerung an ihren Beitrag zum lokalen Kulturerbe.

Quelle