Adin Licinas ungewisse Zukunft: Vom Bayern-Talent zum Abgangskandidaten
Birgitta SchulzAdin Licinas ungewisse Zukunft: Vom Bayern-Talent zum Abgangskandidaten
Adin Licina galt einst als das größte Jungtalent des FC Bayern München. Sein Berater nannte ihn sogar „einen magischen Spieler und das beste Talent, das Bayern in den nächsten zehn Jahren haben wird“. Doch nach einer Reihe von Rückschlägen steht seine Zukunft nun auf der Kippe.
Licina durchlief die Nachwuchsabteilung des FC Bayern als einer der vielversprechendsten Talente des Vereins. Sein Potenzial zog Vergleiche mit anderen Akademie-Stars wie Kenan Yildiz nach sich, der heute für Juventus Turin spielt und einen Marktwert von 75 Millionen Euro hat. Während Yildiz jedoch aufblühte, kam Licinas Entwicklung durch wiederholte kleinere Verletzungen und Krankheiten ins Stocken.
In dieser Saison ist der 20-Jährige Stammspieler in Bayerns Amateurmannschaft geworden. In neun Einsätzen erzielte er ein Tor und bereitete vier weitere vor. Zudem trainierte er in der Vorbereitung mit der Profimannschaft und kam sogar in einem Testspiel gegen Tottenham Hotspur zum Einsatz. Dennoch läuft sein Vertrag im Sommer aus, auch wenn der FC Bayern einer Verlängerung nicht abgeneigt ist.
Angesichts seiner ungleichmäßigen Entwicklung arbeiten U23-Trainer Holger Seitz und sein Team daran, Licinas Form und Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Gleichzeitig wächst das Interesse von außen. Sowohl Borussia Dortmund als auch Juventus Turin beobachten seine Situation genau, was den Druck auf Bayerns Entscheidung erhöht.
Der Verein hat seinen Fokus inzwischen auf jüngere Talente wie den 17-jährigen Lennart Karl verlegt, der nun als nächster großer Hoffnungsträger der Akademie gilt. Licinas Weg, einst so klar, ist mittlerweile von Unsicherheit geprägt, während die Saison voranschreitet.
Die anstehenden Vertragsgespräche werden seine unmittelbare Zukunft bestimmen. Bleibt er, muss er wieder an die Leistungen anknüpfen, die ihn einst zu Bayerns herausragendem Nachwuchsspieler machten. Wechselt er, stehen mit Dortmund und Juventus Vereine bereit, ihm einen Neuanfang zu ermöglichen.
Vorerst werden seine Leistungen in der Amateurmannschaft entscheiden, ob er eine weitere Chance erhält – oder ob er als ein weiteres Akademie-Talent in Vergessenheit gerät, das durch die Finger rutschte.






