05 June 2026, 11:03

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen Führungsebene

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen Führungsebene

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt: Darin wird der Führungsebene vorgeworfen, eine schädliche Arbeitskultur zu fördern. Das undatierte und namenlose Schreiben gibt vor, die Meinung von 25 festangestellten Mitarbeitenden widerzuspiegeln, nennt diese jedoch nicht namentlich. Es beschreibt ein Klima der Angst, des Misstrauens und psychischen Drucks unter der Intendanz von Dr. Silvia Stolz, die seit November 2023 die künstlerische Leitung des Theaters innehat.

Das Schreiben zeichnet ein düsteres Bild des Arbeitsalltags: Es wirft der Theaterleitung vor, die Belegschaft dauerhaftem Stress und einem Mangel an Vertrauen auszusetzen. Doch nicht alle teilen diese Einschätzung. Dramaturg Udo Eidinger wies die Behauptung zurück, der Brief spreche für das gesamte Team – schließlich sei er anonym verfasst. Gleichzeitig betonte er, dass die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere wie geplant verliefen und viele Kolleginnen und Kollegen mit großer Hingabe bei der Arbeit seien.

Der Theaterbeirat Maurice Schönleben (SPD) sprach sich öffentlich für Dr. Stolz aus und bezeichnete die Entwicklung des Hauses seit 2023 als „beachtlich“. Unter ihrer Leitung verzeichnete die Spielzeit 2024/2025 über 100.000 Besucherinnen und Besucher sowie mehr als 95.000 verkaufte Tickets. Auch das Jugendtheaterprogramm habe in dieser Zeit einen deutlichen Aufschwung erlebt.

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Eidinger lobte Stolz zudem dafür, die Verbindung des Theaters zur Stadt vertieft und das Programm für ein breiteres Publikum zugänglicher gemacht zu haben. Trotz der Kontroverse arbeite eine engagierte Gruppe konzentriert an den anstehenden Produktionen, so der Dramaturg. Einige Mitarbeitende seien zwar verunsichert, wollten aber abwarten, bis es klarere Kommunikation gebe, bevor sie sich ein Urteil bildeten.

Der Streit eskaliert zu einer Zeit, in der das Theater steigende Zuschauerzahlen und eine Ausweitung des Spielplans vermelden kann. Dr. Stolz bleibt weiterhin an der Spitze der Institution – gestützt durch öffentliche Unterstützung wichtiger Persönlichkeiten. Die Lage spaltet die Belegschaft: Während einige die Arbeitsbedingungen hinterfragen, arbeiten andere unvermindert an den geplanten Aufführungen.

Quelle