Apotheker wartet monatelang vergeblich auf seine neue eHBA-Karte
Rainer Bellmann wartet vergeblich auf seine verlängerte elektronische Gesundheitsberufsausweis-Karte (eHBA). Sein aktueller Ausweis läuft am 6. November ab, doch eine Lösung ist nicht in Sicht. Der Apotheker hat sich wiederholt an D-Trust gewandt, um den Stand der Dinge zu erfragen – vergeblich: Weder die neue Karte noch eine klare Antwort sind bis heute eingetroffen.
Bellmann hatte den Verlängerungsantrag bereits im August gestellt, doch D-Trust lehnte ihn wegen eines internen Fehlers ab. Später erfuhr er, die Karte sei zwar verschickt worden, aber unterwegs verloren gegangen. Daraufhin behauptete der Anbieter, sie sei irrtümlich an eine falsche Adresse geliefert worden.
Am 22. September versicherte man ihm, die Karte befinde sich in der Produktion und sei versandfertig. Zuletzt hieß es, der Versand erfolge „in den kommenden Tagen“. Trotz dieser Zusagen bleibt Bellmann verärgert – und zweifelt daran, dass die neue eHBA rechtzeitig vor Ablauf der alten eintrifft.
Die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK) hat sein Anliegen zwar zur Kenntnis genommen, sich aber nicht eingemischt, um die Angelegenheit zu klären. Da Bellmanns eHBA Anfang November ungültig wird, hat er das Vertrauen verloren, den Ersatz termingerecht zu erhalten. D-Trust beteuert zwar weiterhin, die Lieferung stehe „unmittelbar bevor“ – doch frühere Zusagen blieben unerfüllt. Die Verzögerung droht ihn ohne gültigen Berufsausweis zurückzulassen.
