Augsburgs Stichwahl im Bierzelt: Wie die Stadt die Briefwahlstimmen improvisierte
Elwira SpeerKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt um - Augsburgs Stichwahl im Bierzelt: Wie die Stadt die Briefwahlstimmen improvisierte
Augsburgs Stichwahl um das Bürgermeisteramt nahm eine ungewöhnliche Wendung, als die Wahlhelfer die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte auswerteten. Die Stadt musste improvisieren, nachdem sie vergeblich nach einem geeigneten Veranstaltungsort für die Abstimmung gesucht hatte. Bei der Wahl am 22. März 2026 traten die amtierende Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) und ihr Herausforderer Florian Freund (SPD) gegeneinander an.
Die erste Wahlrunde hatte noch in einer klassischen Messehalle stattgefunden. Doch dieser Ort stand für die Stichwahl nicht mehr zur Verfügung. Da kaum noch große Säle in der Stadt frei waren, entschied man sich für das Gelände des Plärrer-Festplatzes.
Dort war bereits ein Bierzelt für das anstehende Ostervolksfest aufgebaut worden. Die Stadt reservierte die Fläche und richtete darin eine provisorische Auszählstation ein. In der behelfsmäßigen Wahlstätte wurden 78.420 Stimmen ausgewertet.
Die Wahl war ein Duell zwischen der CSU-Politikerin Eva Weber und dem SPD-Kandidaten Florian Freund. Beide hatten im Vorfeld der entscheidenden Abstimmung intensiv Wahlkampf betrieben.
Die Lösung mit dem Bierzelt ermöglichte es, die Wahl ohne Verzögerungen durchzuführen. Alle Stimmen wurden nach denselben Vorschriften wie in einem herkömmlichen Wahllokal ausgezählt. Das Endergebnis wird entscheiden, wer Augsburgs nächster Oberbürgermeister für die kommende Amtszeit wird.






