Bad Krozingen stoppt Jugendbanden: Wie die Polizei die Kriminalitätswelle bremste
Elwira SpeerBad Krozingen stoppt Jugendbanden: Wie die Polizei die Kriminalitätswelle bremste
Bad Krozingen verzeichnet deutlichen Rückgang jugendlicher Bandenkriminalität nach monatelangem Anstieg
Nach Monaten steigender Vorfälle ist die Zahl der bandenbezogenen Straftaten unter Jugendlichen in Bad Krozingen stark zurückgegangen. Die Behörden hatten Anfang 2026 eine großangelegte Razzia gestartet, bei der Hunderte Polizeikontrollen und Dutzende Ermittlungsverfahren durchgeführt wurden. Der Bürgermeister der Stadt bezeichnete die abgestimmte Reaktion nun als Erfolg.
Die Probleme begannen im Mai 2025, als Berichte über Auseinandersetzungen zwischen Jugendgruppen zunahmen. Bis Dezember hatte die Polizei mit einer Welle von Raubüberfällen zu kämpfen, die mit diesen Banden in Verbindung standen. Die Lage veranlasste die Verantwortlichen zum Handeln.
Ende Januar 2026 wurde eine Sonderermittlungsgruppe eingerichtet, der Beamte des Polizeireviers Müllheim, der Polizeidienststelle Ehrenkirchen und der Kriminalinspektion Freiburg angehörten. Durch ihre Arbeit wurden über 500 junge Menschen kontrolliert und mehr als 60 Strafverfahren eingeleitet.
Infolgedessen müssen sich nun alle bekannten Tatverdächtigen wegen strafrechtlicher Vorwürfe verantworten und haben zudem Platzverweise erhalten. Der Rückgang der Straftaten ist spürbar, doch die Stadt ruht sich nicht auf dem Erreichten aus. Geplant ist die Ausweitung von Bildungsprogrammen für Kinder und Jugendliche, die sich mit den Gefahren kriminellen Verhaltens befassen.
Die verschärften Maßnahmen haben die Aktivitäten jugendlicher Banden in Bad Krozingen eingedämmt – mit Festnahmen und Platzverweisen als Folge. Nun will die Stadt ihre Präventionsarbeit vorantreiben, um junge Menschen langfristig von der Kriminalität fernzuhalten.






