28 March 2026, 12:17

Baden-Baden feiert Ballettlegenden mit Festival und seltenen Ausstellungen

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung namens "Saison Russe", das eine gemalte Tänzerin in einer anmutigen Pose mit der Aufschrift "Opera et Ballet" darüber zeigt.

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Dieser Herbst steht in Baden-Baden ganz im Zeichen der Ballettgeschichte: Vom 2. bis 12. Oktober findet das Festival Die Welt des John Neumeier statt, das den gefeierten Choreografen ehrt. Parallel dazu werden seltene Sammlungen und Archivmaterialien ausgestellt, die die legendären Tänzer Wasslaw Nijinsky und Anna Pawlowa in den Fokus rücken.

Vor mehr als einem Jahrhundert entwickelte sich Baden-Baden zu einem zentralen Ort für ballettische Innovationen. Im August 1913 führte Anna Pawlowa ihren ikonischen Sterbenden Schwan im Theater Baden-Baden auf. Noch im selben Monat sorgte sie für Aufsehen, als ein Streit mit ihrem Tanzpartner eine geplante Vorstellung fast zum Scheitern brachte. Wasslaw Nijinsky hingegen logierte während seiner Besuche 1912 und 1913 im Grandhotel Stephanie – dem heutigen Brenners Parkhotel.

Nijinsky und Sergei Djagilew arbeiteten in Baden-Baden an einem von Bach inspirierten Ballett, doch die Choreografie blieb unvollendet und wurde nie aufgeführt. Dennoch revolutionierten Nijinsky und die Ballets Russes mit ihrer Spitzentanz-Technik im frühen 20. Jahrhundert die Tanzwelt und hinterließen ein bleibendes Erbe.

Ab dem 3. Oktober präsentiert das Stadtmuseum Baden-Baden John Neumeiers private Sammlung an Tanz- und Ballettmemorabilien. Die Ausstellung Mythos Wasslaw Nijinsky läuft bis zum 2. November und widmet sich sowohl Nijinsky als auch Pawlowa. Neumeier, der Nijinsky als den "größten Visionär der Ballettkunst" bezeichnet, hat die Schau kuratiert, um ihren anhaltenden Einfluss zu würdigen.

Das Festival und die Ausstellungen vereinen seltene Exponate, Aufführungen und historische Einblicke. Besucher können das Vermächtnis von Pawlowa, Nijinsky und Neumeier durch öffentliche Präsentationen und Live-Events erkunden. Das Programm startet am 2. Oktober und lädt zu einer Reise durch die prägendsten Epochen des Balletts ein.

Quelle