Batteriespeicher macht Schnellladen ohne Netzausbau möglich – so funktioniert's
Ben NetteBatteriespeicher macht Schnellladen ohne Netzausbau möglich – so funktioniert's
Ein neues Microgrid-Projekt zeigt, wie Schnellladestationen effizient betrieben werden können – ohne aufwendige Netzausbauten. Das Unternehmen Energielösung GmbH arbeitete dafür mit ADS-TEC Energy zusammen und testete an der Zentrale von Bayernwerk in Regensburg ein batteriegestütztes System. Die Lösung senkt die Kosten, steigert die Leistung und kommt mit minimaler Netzanschlusskapazität aus.
Im Mittelpunkt des Projekts stand eine öffentliche Schnellladestation mit drei Systemen: zwei herkömmlichen Hyperchargern (150 kW und 50 kW) sowie einer ADS-TEC ChargePost. Diese hochmoderne Einheit liefert bis zu 300 kW Ladeleistung, benötigt dafür aber nur einen Netzanschluss zwischen 22 und 87 kW – ermöglicht durch einen integrierten 201-kWh-Batteriespeicher.
Die gesamte Anlage läuft mit lediglich 125 kW Netzanschluss. Die technische Grundlage lieferte eine Masterarbeit der Technischen Hochschule Ingolstadt. Die ChargePost versorgt nicht nur Fahrzeuge mit Strom, sondern unterstützt auch andere Ladesäulen und stellt in Spitzenzeiten zusätzliche Kapazität bereit.
Betreiber können das System in bestehende Energie- und Gebäudemanagementsysteme einbinden. Dadurch lässt sich die Steuerung zentralisieren, während sich die Kosten für Netzausbauten um mehrere tausend Euro reduzieren. Das Projekt beweist: Ladeleistung ist nicht mehr allein von der Netzkapazität abhängig.
Der Versuch demonstriert, wie batteriegestützte Ladetechnik die Infrastrukturkosten senkt, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. Durch die Entkopplung von Ladeleistung und Netzkapazität bietet das System eine skalierbare Lösung für Schnellladenetze. Betreiber können so ihre Kapazitäten ausbauen – ohne teure Netzertüchtigungen.






