Bayern startet Winteroffensive mit 880 Fahrzeugen und Gurkenlake als Geheimwaffe
Elwira SpeerGlatteisbekämpfung mit nasser Sole und Gurkenwasser - Bayern startet Winteroffensive mit 880 Fahrzeugen und Gurkenlake als Geheimwaffe
Bayern rüstet sich mit 880 Fahrzeugen und 2.000 Mitarbeitern für den Winterdienst
Mit einem Fuhrpark von 880 Fahrzeugen und rund 2.000 Beschäftigten bereitet sich Bayern auf den Winter vor, um die Straßen sicher zu halten. Die Staatsbauverwaltung hat 400.000 Tonnen Streusalz eingelagert und setzt auf umweltfreundliche Methoden, um Verschwendung zu reduzieren. Allein eine Kooperation mit einem Gurkenverarbeiter in Niederbayern spart in dieser Saison 180 Tonnen Salz und 1,5 Millionen Liter Wasser ein.
Der Winterdienst umfasst 20.000 Kilometer Bundes- und Staatsstraßen in ganz Bayern. Ein Netz von 64 Depots koordiniert die Einsätze und setzt vorgefeuchtetes Salz oder Sole ein, um den Verbrauch zu senken und die Umweltbelastung zu verringern.
Zum Fuhrpark gehören über 300 eigene Winterdienstfahrzeuge sowie 580 Lkw von privaten Auftragnehmern. Im vergangenen Jahr gab der Freistaat 15 Millionen Euro für Taumittel aus – doch nun setzen kostensparende Maßnahmen an. Besonders innovativ: Die Wiederverwendung von Gurkenlake aus der Lebensmittelindustrie, eine in Bayern einzigartige Methode. Bis 2026 will das Land vollständig auf Salzersatzstoffe wie fermentierten Rübensaft umstellen – als erstes Bundesland in diesem Umfang.
Verkehrsminister Christian Bernreiter betonte die unverzichtbare Arbeit der Winterdienstkräfte. Er rief Autofahrer zu Geduld und Respekt auf und unterstrich, dass die Sicherheit oberste Priorität habe.
Bayerns Winteroffensive verbindet bewährte Logistik mit zukunftsweisenden Lösungen. Durch den Einsatz von Gurkenlake und anderen Alternativen sollen Salzverbrauch und Umweltbelastung sinken. Mit 400.000 Tonnen Streusalz und einem engagierten Team will der Freistaat die Straßen auch in diesem Winter sicher und befahrbar halten.