30 March 2026, 22:14

Bayern sucht demokratische Vorbilder für Straßen und Plätze – jetzt mitmachen

Schwarz-weiß-Karte von München, Deutschland, mit Straßenbezeichnungen und Sehenswürdigkeiten auf dunklem Hintergrund.

Bayern sucht demokratische Vorbilder für Straßen und Plätze – jetzt mitmachen

Bürgerkampagne: Bayern sucht Namen für Straßen und Plätze – Vorschläge für Demokratie-Förderer gefragt

Eine neue Initiative ruft die Bürgerinnen und Bürger Bayerns dazu auf, Vorschläge für Straßen- und Platznamen einzureichen, die Persönlichkeiten ehren sollen, die sich für die Demokratie eingesetzt haben. Der Brauchtumsverein Heimat Bayern leitet die Aktion, bei der bis Ende März nächsten Jahres Ideen eingereicht werden können. Bereits liegen rund zehn Vorschläge vor, darunter die SPD-Politiker Waldemar von Knoeringen und Erhard Auer.

Ziel der Kampagne ist es, nicht nur Politikerinnen und Politiker zu würdigen, sondern auch Künstlerinnen, Kabarettistinnen, Journalisten und andere Persönlichkeiten, die demokratische Werte verteidigt haben. Eine Fachjury aus Historikerinnen und Historikern – Ferdinand Kramer, Bernhard Löffler und Martina Steber – wird die Eingaben prüfen und bewerten, ob die vorgeschlagenen Personen als positive Vorbildfiguren gelten können. Im Mittelpunkt stehen dabei Lebensgeschichten, die besonders anschaulich von Demokratie erzählen.

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Ein zentraler Punkt ist die biografische Einordnung der Kandidatinnen und Kandidaten. Bei Personen mit früheren Verbindungen zur NSDAP wird geprüft, ob sie sich später klar von der Partei distanziert haben. Damit soll vermieden werden, dass – wie in der Vergangenheit – Straßen nach umstrittenen Persönlichkeiten benannt werden, insbesondere aus der NS-Zeit.

Bis zum nächsten Sommer soll eine endgültige Liste mit Namen erstellt und dem Bayerischen Städtetag sowie dem Gemeindeverband vorgelegt werden. Die Expertengruppe entscheidet dann, welche Vorschläge für offizielle Straßen- oder Platzbenennungen infrage kommen.

Die Aktion gibt den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, den öffentlichen Raum aktiv mitzugestalten, indem sie demokratische Vorbilder ehren. Die endgültige Auswahl hängt von der historischen Bewertung ab – und davon, ob die Persönlichkeiten künftige Generationen inspirieren können. Die ersten Vorschläge werden bereits geprüft, weitere sollen in den kommenden Monaten folgen.

Quelle