05 April 2026, 04:12

Bayern testet Durchgangsverkehrsverbote gegen Ferienstaus an Grenzen

Schwarzes und weißes Foto einer belebten Münchner Stadtstraße mit Fußgängern, Fahrzeugen und Gebäuden, Bäumen im Hintergrund und Text unten.

Bislang gibt es nur wenige Umleitungsverbote bei Staus in Bayern - Bayern testet Durchgangsverkehrsverbote gegen Ferienstaus an Grenzen

Bayerische Behörden führen testweise Durchgangsverkehrsverbote ein, um Staus durch Grenzkontrollen zu bekämpfen

Die Maßnahmen betreffen wichtige Autobahnen in Richtung Österreich, Italien und Kroatien – gerade rechtzeitig zum Beginn der Herbstferien. Mehrere Landkreise haben bereits Beschränkungen erlassen und weisen Fahrer ab, deren Reiseroute über das lokale Gebiet hinausgeht.

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Die Verbote traten erstmals Anfang September an Ausfahrten im Landkreis Berchtesgadener Land in Kraft, darunter Neukirchen/Teisendorf, Anger und Piding. Nun wird auch der Landkreis Ostallgäu ähnliche Testregelungen in der Nähe des Füssener Tunnels einführen, einem bekannten Nadelöhr für den grenzüberschreitenden Verkehr.

Die Polizei kontrolliert derzeit aktiv Fahrer an mehreren Ausfahrten entlang der A8 und A93. Betroffen sind unter anderem Holzkirchen, Weyarn, Irschenberg und Rosenheim-West. Statt Ausweichrouten vorzuschlagen, setzen die Beamten Fahrverbote auf umliegenden Straßen durch, um Umgehungsversuche bei Sperrungen zu unterbinden.

Die A8 und A93 sind Hauptverbindungen für Urlauber, die in den Süden reisen. Mit Beginn der bayerischen Herbstferien an diesem Freitag sind lange Wartezeiten zu erwarten. Nachbarkreise wie Miesbach ziehen nun in Erwägung, ähnliche Regelungen zu übernehmen, während auch Bürgermeister im Münchner Umland ihre Unterstützung für die Verbote signalisieren.

Ziel der Behörden ist es, den Stau zu entlasten, indem nicht-lokaler Verkehr zurück auf die Hauptrouten gelenkt wird. Im Fokus steht die Vermeidung von Rückstaus auf kleineren Straßen während der Hauptreisezeiten.

Die Einschränkungen bleiben vorerst bestehen, während der Ferienverkehr zunimmt. Autofahrer, die nach Österreich, Italien oder Kroatien reisen, müssen sich auf mögliche Verzögerungen und Umleitungen einstellen. Die Polizei wird die Kontrollen fortsetzen, um lokale Straßen freizuhalten und den Verkehrsfluss effizienter zu steuern.

Quelle