Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzumbenennung und feierlicher Zeremonie
Dörthe KrauseBerlin ehrt Margot Friedländer mit Platzumbenennung und feierlicher Zeremonie
Berlins Abgeordnetenhaus ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit feierlicher Zeremonie
Diese Woche wird das Berliner Abgeordnetenhaus der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer in einer besonderen Feierstunde gedenken. Zudem erhält der Platz vor dem Parlamentsgebäude zu ihren Ehren einen neuen Namen. Gleichzeitig werden die Abgeordneten in ihrer anstehenden Sitzung die jüngsten Maifeierlichkeiten und Proteste vom 1. Mai auswerten.
Die offizielle Ehrung für Friedländer findet um 9:00 Uhr im Plenarsaal statt. Regierungsbürgermeister Kai Wegner wird eine Würdigung der 102-jährigen Ehrenbürgerin halten. Im Anschluss an die Zeremonie enthüllen Vertreter die neue Namensplatte für den Platz vor dem Parlament.
Die Plenarsitzung selbst beginnt um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich. Auf der Tagesordnung steht die Aufarbeitung der Maikundgebungen, bei denen mehrere Dutzend Personen vorübergehend festgenommen wurden. Die Polizei leitete an diesem Tag rund 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten ein.
Trotz der Festnahmen verliefen die Veranstaltungen weitgehend friedlich. Zu den vorgeworfenen Delikten zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung.
Die Ehrung und die Umbenennung des Platzes würdigen Friedländers lebenslanges Engagement für die Erinnerungskultur. Die parlamentarische Debatte widmet sich der Bewältigung der Vorfälle vom 1. Mai, einschließlich der laufenden Strafverfahren. Beide Programmpunkte finden im Rahmen desselben Sitzungstages statt.






