31 May 2026, 02:11

Bosnische Unternehmerfamilie Hastor baut heimlich 20-Prozent-Beteiligung an Grammer auf

Grammer bisher ohne Kontakt zu neuem Großinvestor

Bosnische Unternehmerfamilie Hastor baut heimlich 20-Prozent-Beteiligung an Grammer auf

Die Familie Hastor, eine Gruppe bosnischer Unternehmer, hat leise einen beträchtlichen Anteil an Grammer aufgebaut, einem bayerischen Automobilzulieferer. Ihre kombinierten Beteiligungen übersteigen mittlerweile 20 Prozent der Unternehmensanteile. Dieser Schritt folgt früheren Turbulenzen, die die Familie in der Automobilbranche ausgelöst hat – darunter ein vielbeachteter Konflikt mit Volkswagen.

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Damir und Kenan Hastor halten über ihre Investmentgesellschaft Cascade International Investment aktuell etwas mehr als 10 Prozent an Grammer. Ein weiteres Familienmitglied, Nijaz Hastor, besitzt 10,2 Prozent über seine Firma Halog. Trotz ihrer gemeinsamen bedeutenden Beteiligung gelten die beiden Investmentvehikel nun offiziell als unabhängige Einheiten.

Grammer, bekannt für die Herstellung von Innenraumkomponenten für Pkw und Sitzen für Nutzfahrzeuge, verzeichnet einen deutlichen Kursanstieg. Allein in diesem Jahr ist der Aktienkurs um dreiviertel gestiegen. Die Unternehmensführung von Grammer hat jedoch bisher keine direkte Mitteilung der Familie Hastor über deren Investitionsabsichten erhalten.

Die Hastors sind für kühne Geschäftszüge kein Unbekannter. Sie hatten zuvor die Produktion bei Volkswagen durch Lieferstopp über ihren Zulieferer Prevent lahmgelegt. Aktuell sind sie zudem dabei, den deutschen Küchenhersteller Alno zu übernehmen. Grammer hingegen erklärt, keine Informationen über weitere Aktienkaufpläne der Familie zu besitzen.

Die wachsende Einflussnahme der Familie Hastor bei Grammer wirft Fragen nach ihrer langfristigen Strategie auf. Ihre Vergangenheit mit aggressiven Geschäftsmethoden deutet darauf hin, dass sie eine aktivere Rolle im Unternehmen anstreben könnten. Bislang läuft der Betrieb bei Grammer jedoch ohne direkte Einmischung der neuen Großaktionäre weiter.

Quelle