Bundesgesundheitsministerin Warken diskutiert Apothekenreformen in Münsingen
Elwira SpeerBundesgesundheitsministerin Warken diskutiert Apothekenreformen in Münsingen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besucht Bahnhof-Apotheke in Münsingen
Letzten Freitag besuchte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Bahnhof-Apotheke in Münsingen, Baden-Württemberg. Bei dem Treffen ging es um Apothekengebühren, den Versandhandel mit Arzneimitteln und die Ausweitung von Gesundheitsdienstleistungen.
Während des Besuchs bekräftigte Warken ihr Versprechen, die feste Apothekengebühr zu erhöhen – eine längst überfällige Änderung, auf die die Branche seit Langem wartet. Sie räumte ein, dass die Anpassung noch in Arbeit sei, nannte jedoch keinen konkreten Zeitplan.
Die Ministerin sprach auch den Aufstieg der Versandapotheken an und bezeichnete den Trend als unumkehrbar. Gleichzeitig betonte sie die Notwendigkeit einer strengeren Aufsicht, um fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Auf Nachfrage zu den Details des Besuchs lehnte Warken später eine Stellungnahme ab.
Apothekeninhaberin Dr. Melanie Gaub bezeichnete das Gespräch als "sehr angenehm" und hob hervor, dass Warken die Herausforderungen lokaler Apotheken gut nachvollziehen könne. Gaub setzte sich für erweiterte Kompetenzen ein, etwa die Möglichkeit für Apotheker, Impfungen durchzuführen, um die Belastung der Ärzte zu verringern.
Warken gab zu, dass viele Reformen – wie flexiblere Öffnungszeiten – die Zusammenarbeit mit den Berufskammern erforderten. Sie erkannte zwar den Bedarf an Veränderungen an, verwies jedoch auf regulatorische Grenzen ihrer Befugnisse. Bürokratieabbau bleibe zwar eine Priorität, doch der Fortschritt hänge von der Kooperation mit den Fachgremien ab.
Der Besuch unterstrich die laufenden Bemühungen, die Apothekenregulierung und -gebühren zu reformieren. Während Warken Pläne für Gebührenerhöhungen und eine schärfere Kontrolle des Versandhandels bestätigte, machte sie deutlich, dass umfassendere Änderungen die Unterstützung der Berufskammern benötigten. Das Treffen endete mit Gaubs vorsichtig optimistischer Einschätzung der künftigen Reformen.






