Bundespolizei Rosenheim kämpft 2024 mit Rekordzahlen an illegalen Grenzübertritten und Schleuserbanden
Elwira SpeerBundespolizei Rosenheim kämpft 2024 mit Rekordzahlen an illegalen Grenzübertritten und Schleuserbanden
Bundespolizei in Rosenheim stand 2024 vor weiteren großen Herausforderungen
Die Bundespolizei in Rosenheim erlebte 2024 erneut ein anspruchsvolles Jahr. Beamte hatten mit tausenden illegalen Grenzübertritten, Drogendelikten und gefälschten Dokumenten zu kämpfen. Die neuesten Zahlen zeigen sowohl Rückgänge bei bestimmten Straftaten als auch anhaltende Probleme an der Grenze.
Im Jahr 2024 registrierte die Bundespolizei Rosenheim rund 3.300 illegale oder versuchte Einreisen. Fast die Hälfte der Migrantinnen und Migranten reiste dabei mit dem Bus an. Syrien blieb das häufigste Herkunftsland der Personen, die bei unerlaubten Grenzübertritten aufgegriffen wurden.
Die Beamten deckten zudem etwa 210 Fälle von falschen oder gefälschten Dokumenten auf – ein Rückgang um rund 30 Prozent im Vergleich zu 2023. Auch Drogendelikte gingen zurück: Hier wurden etwa 290 Fälle erfasst.
Im selben Zeitraum vollstreckte die Inspektion rund 370 Haftbefehle. Im Schnitt wurde alle vier Tage ein mutmaßlicher Schleuser festgenommen. Ein spektakulärer Fall führte zur Verurteilung eines Mitglieds einer internationalen Schleuserbande zu neun Jahren und drei Monaten Haft. Das Urteil basierte auf 21 nachgewiesenen Schleusungsfahrten mit insgesamt 357 Personen.
Polizeidirektor Stefan Kurth räumte ein, dass sein Team weiterhin unter großem Druck stehe. Die Bundespolizistinnen und Bundespolizisten in Rosenheim seien das ganze Jahr über stark belastet gewesen.
Gemischtes Fazit für die Grenzsecurity in Rosenheim Die Statistiken für 2024 zeichnen ein zwiespältiges Bild der Grenzlage in Rosenheim: Zwar gingen Delikte wie Dokumentenfälschung und Drogenstraftaten zurück, doch illegale Einreisen und Schleuseraktivitäten belasten die Polizeikräfte weiterhin. Gerichte verhängten zudem harte Strafen gegen organisierte Schleusernetzwerke.






