CDU in NRW verliert stark an Zustimmung – AfD holt zur SPD auf
Zustimmung für Ministerpräsident Hendrik Wüsts CDU in Nordrhein-Westfalen stark gesunken
Die CDU in Nordrhein-Westfalen verliert deutlich an Wählerzustimmung und liegt nun bei 32 Prozent – ein Rückgang um drei Prozentpunkte. Gleichzeitig zeichnen sich weitere politische Verschiebungen im Land ab.
Der Rückgang der CDU fällt mit einer sinkenden Zufriedenheit der Bürger mit der Arbeit der Landesregierung zusammen. Nur noch 42 Prozent bewerten ihre Leistung positiv, sechs Punkte weniger als im Februar. Wirtschaftliche Sorgen nehmen zu: Lediglich 22 Prozent der Wähler stufen die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut ein – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr.
Auch die SPD verliert an Boden und fällt nach einem Minus von drei Punkten auf 17 Prozent. Damit droht die Partei ihr historisches Tief in der Region zu wiederholen. Die AfD hingegen legt zu und erreicht mit 17 Prozent ihr bestes Ergebnis in NRW, was sie nun gleichauf mit der SPD zur zweitstärksten Kraft macht.
Die Grünen gewinnen zwei Punkte hinzu und kommen auf 15 Prozent. Die FDP verzeichnet ebenfalls einen Zuwachs und überwindet mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde.
Auch die Prioritäten der Wähler haben sich verschoben: Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme stehen nun ganz oben auf der Sorgenliste – noch vor dem Thema Migration. 31 Prozent der Bürger sehen die Infrastruktur als dringendstes Problem an. Zudem wachsen die Ängste vor Arbeitsplatzverlust: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten Arbeitslosigkeit – ein Anstieg um sechs Punkte gegenüber dem Vorjahr.
Der Rückgang der CDU und der Aufstieg der AfD spiegeln die veränderte Stimmung unter den Wählern in Nordrhein-Westfalen wider. Wirtschaftliche Unsicherheit, Jobängste und Infrastrukturdefizite prägen zunehmend die politische Debatte. Die Verschiebungen in der Parteilandschaft und bei den Bürgerprioritäten deuten auf eine Phase der Unsicherheit für die Landesführung hin.
