Deutsche Bahn plant gestaffelte Sanierung der Strecke München–Rosenheim bis 2031
Dörthe KrauseDeutsche Bahn plant gestaffelte Sanierung der Strecke München–Rosenheim bis 2031
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für die Sanierung der Bahnstrecke München–Rosenheim, einer der meistbefahrenen Verkehrsachsen Bayerns, überarbeitet. Statt einer einzigen sechsmonatigen Vollsperrung sollen die Arbeiten nun in zwei Abschnitten im Jahr 2028 und 2031 erfolgen. Die Änderung folgt auf Kritik von Güterverkehrsunternehmen wegen der langandauernden Behinderungen.
Die erste Bauphase beginnt Mitte Februar 2028 und dauert bis Mitte April. In diesem Zeitraum werden die Fernverkehrsgleise für acht Wochen komplett gesperrt. Zusätzlich sind an Wochenenden und während der Faschingsferien weitere Einschränkungen im frühen Jahr 2028 vorgesehen. Bereits im Herbst 2027 starten Vorbereitungsarbeiten, bei denen es zu Teil-sperrungen auf der S-Bahn-Strecke kommt.
Die zweite Phase ist für das erste Halbjahr 2031 geplant. In dieser Etappe stehen die Modernisierung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfen im Mittelpunkt. Zudem wird die Strecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet.
Der Verband der Güterverkehrsunternehmen zeigt sich jedoch besorgt. Peter Westenberger, dessen Geschäftsführer, kritisiert, dass die Gesamt-dauer der Sperrungen nach wie vor über den ursprünglichen Plänen liege. Er fordert die Deutsche Bahn auf, einstreckige Baustellen einzurichten und Ausweichrouten zu verbessern, um die Auswirkungen auf den Güterverkehr zu mildern.
Mit dem überarbeiteten Zeitplan soll ein Ausgleich zwischen Modernisierungsbedarf und Betriebs-kontinuität erreicht werden. Zwar müssen sich Güter- und Personenverkehr auf Einschränkungen einstellen, doch verringert die gestaffelte Vorgehensweise das Risiko einer langwierigen Vollsperrung. Die Anpassungen der Deutschen Bahn spiegeln die laufenden Abstimmungen mit den Branchenvertretern wider.






