05 June 2026, 15:21

Deutsche fühlen sich Deepfakes und Falschmeldungen hilflos ausgeliefert – was jetzt helfen könnte

Fake News: 9 von 10 Deutschen wollen die Verbreitung zu einem Straftatbestand machen

Deutsche fühlen sich Deepfakes und Falschmeldungen hilflos ausgeliefert – was jetzt helfen könnte

Eine neue Umfrage offenbart tiefe Besorgnis unter Deutschen über die Verbreitung von Falschmeldungen und Deepfakes. Zwar erkennen die meisten die Gefahren, doch vielen fällt es schwer, Fehlinformationen zu identifizieren oder die Inhalte, die sie online teilen, zu überprüfen. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Nachfrage nach gesetzlichen Maßnahmen und einer besseren Aufklärung über digitale Medienkompetenz.

Laut der Umfrage betrachten 89 Prozent der Befragten Deepfakes als eine ernste Bedrohung. Dennoch fühlen sich nur 34 Prozent sicher, sie zu erkennen. Gleichzeitig behaupten 20 Prozent, bereits selbst KI-generierte Deepfakes gesehen zu haben, während weitere 41 Prozent vermuten, damit in Kontakt gekommen zu sein.

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Mehr als die Hälfte der Deutschen – 51 Prozent – gibt zu, Inhalte zu teilen, ohne deren Richtigkeit zu prüfen. Weitere 63 Prozent haben Schwierigkeiten, die Glaubwürdigkeit von Nachrichten einzuschätzen. Am häufigsten stießen die Befragten auf Falschmeldungen im Zusammenhang mit der US-Politik (74 Prozent), gefolgt von Fehlinformationen zu Kriegen und Konflikten (63 Prozent).

Die Unterstützung der Bevölkerung für strengere Regelungen ist groß. 87 Prozent sind der Meinung, dass die gezielte Verbreitung von Falschmeldungen strafrechtlich verfolgt werden sollte, während 84 Prozent für Sanktionen gegen die Urheber von Desinformation plädieren. 91 Prozent der Befragten sind bereits selbst auf falsche oder irreführende Inhalte im Internet gestoßen – ein weiterer Grund für die Forderungen nach Konsequenzen.

Die Ergebnisse verdeutlichen ein weit verbreitetes Gefühl der Verwundbarkeit gegenüber Fehlinformationen. Angesichts der Tatsache, dass 41 Prozent regelmäßig auf nicht überprüfbare Inhalte treffen, wächst der Druck auf schärfere Strafen und eine bessere Medienbildung. Die Daten zeigen klar: Es besteht ein dringender Bedarf an Lösungen, um dem wachsenden Einfluss von Falschmeldungen und Deepfakes entgegenzuwirken.

Quelle