Deutsche Telekom baut mit Nvidia erste europäische KI-Fabrik in München
Dörthe KrauseDeutsche Telekom baut mit Nvidia erste europäische KI-Fabrik in München
Deutsche Telekom plant Europas erste KI-Fabrik für die Industrie in München
Die Deutsche Telekom hat Pläne für den Bau der ersten europäischen KI-Fabrik für industrielle Anwendungen in München vorgestellt. Das gemeinsam mit Nvidia entwickelte Projekt soll sich zu einer Milliarde-Dollar-Initiative entwickeln. Unterdessen kämpft der US-Konzern Verizon mit Kundenverlusten im Mobilfunkbereich, während T-Mobile US weiter rasant wächst.
Die Aktie der Deutschen Telekom erreichte am Donnerstag mit 27,22 Euro ein 12-Monats-Tief. Nach Bekanntgabe der Partnerschaft mit Nvidia erholte sich der Kurs jedoch kurzzeitig auf über 29 Euro. Ziel der Zusammenarbeit ist eine KI-Fabrik, die europäischen Herstellern bis 2026 den Einzug von künstlicher Intelligenz in die Produktion ermöglichen soll.
Verizon hingegen verzeichnete im dritten Quartal einen Rückgang von rund 7.000 Mobilfunkkunden. Konzernchef Dan Schulman kündigte nun an, das Unternehmen wolle künftig aggressiver gegen T-Mobile US konkurrieren. Der Rivale hat in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich Marktanteile ausgebaut und hält mittlerweile etwa 42 Prozent.
Das Wachstum von T-Mobile US geht auf die Fusion mit Sprint im Jahr 2020, wettbewerbsfähige Preismodelle und die Führungsrolle bei der 5G-Technologie zurück. Im selben Quartal gewann das Unternehmen über eine Million neue Abonnenten und zählt nun mehr als 110 Millionen Kunden.
Die KI-Fabrik in München markiert einen bedeutenden Schritt für Deutsche Telekom und Nvidia im Bereich der industriellen Automatisierung. Für Verizon steht nun die Rückeroberung verlorenen Terrains in einem von T-Mobile US dominierten Markt im Fokus. Beide Entwicklungen unterstreichen die sich wandelnden Kräfteverhältnisse in der Telekommunikations- und Technologiebranche.






