21 March 2026, 14:13

Deutschland rüstet mit neuem Drohnenabwehrsystem Defendair für NATO-Partner auf

Eine Rakete, die von einem Militärfahrzeug in einer Wüstenlandschaft mit Vegetation, einem Zaun und einem Himmel im Hintergrund gestartet wird.

MBDA startet Produktion neuer Drohnenabwehr in Bayern - Deutschland rüstet mit neuem Drohnenabwehrsystem Defendair für NATO-Partner auf

Deutschland baut seine Drohnenabwehrfähigkeiten mit einem neuen gelenkten Raketensystem namens Defendair aus. Das von MBDA entwickelte Projekt hat bereits das Interesse mehrerer NATO-Partner geweckt. Der Vertrag markiert einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der europäischen Luftverteidigung.

MBDA schloss eine Vereinbarung mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), um das Defendair-System zu entwickeln und zu produzieren. Das Unternehmen hat bereits Vorarbeiten aufgenommen, um die Auslieferung der ersten Einheiten zu beschleunigen. Die Produktion wird im MBDA-Werk in Schrobenhausen, Bayern, stattfinden, wo große Mengen der gelenkten Raketen gefertigt werden sollen.

Das Defendair-System wird in das Luftverteidigungssystem Skyranger 30 von Rheinmetall integriert. Neben dem landgestützten Einsatz ist die Hochenergiewaffe auch für den Einsatz auf Schiffen der Bundeswehr vorgesehen, um Drohnenbedrohungen auf See zu bekämpfen. MBDA arbeitet zudem mit Rheinmetall an einem separaten Laserwaffensystem, das voraussichtlich in naher Zukunft von der deutschen Marine in Dienst gestellt wird.

Das Interesse an Defendair reicht mittlerweile über Deutschland hinaus. Bis März 2026 hatten vier NATO-Partner – Polen, Rumänien, Tschechien und Schweden – großes Interesse signalisiert. Polen und Rumänien unterzeichneten Ende 2025 erste Evaluierungsverträge, während Gespräche mit Tschechien und Schweden auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026 bekannt gegeben wurden.

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Um die steigende Nachfrage zu bedienen, plant MBDA bis 2029 zusätzliche 2,4 Milliarden Euro in die Erweiterung der Produktionskapazitäten zu investieren. Das Projekt wird zudem den deutschen Hauptsitz des Unternehmens in München stärken und dessen Rolle in der NATO-Verteidigungsinfrastruktur weiter festigen.

Das Defendair-System soll zu einem Eckpfeiler der europäischen Drohnenabwehr werden. Mit laufender Produktion und der Beteiligung mehrerer NATO-Staaten zielt das Projekt darauf ab, die Luftverteidigung zu Lande und zu Wasser zu verbessern. MBDA-Investitionen und die Zusammenarbeit mit Rheinmetall werden die langfristige Erweiterung dieser Fähigkeiten unterstützen.

Quelle