19 June 2026, 20:11

Döring sagt FDP-Debatte ab – Streit um Junge Freiheit eskaliert

Aus Debatte zurückgezogen

Döring sagt FDP-Debatte ab – Streit um Junge Freiheit eskaliert

Eine geplante Debatte zwischen Sabine Döring und FDP-Generalsekretär Martin Hagen ist abgesagt worden. Döring zog ihre Teilnahme an der Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung zurück und begründete dies mit Bedenken gegenüber der politischen Ausrichtung der Jungen Freiheit, dem Medium, das mit der Diskussion in Verbindung stand. Die Zeitung wird häufig mit AfD-Sympathisanten in Verbindung gebracht – eine Wählergruppe, die die FDP politisch ansprechen möchte.

Dörings Entscheidung, aus der Podiumsdiskussion auszusteigen, erfolgte, nachdem Martin Hagen der Jungen Freiheit ein Interview gegeben hatte. Darin kritisierte er die AfD scharf, räumte jedoch ein, dass die FDP Wähler zurückgewinnen wolle, die in den vergangenen Jahren zur AfD gewechselt seien. Die Liberalen sehen den Dialog mit der Jungen Freiheit als Möglichkeit, diese Wähler zu erreichen und dem eigenen Wählerverlust entgegenzuwirken.

Auch andere FDP-Politiker haben bereits in der Zeitung Beiträge veröffentlicht – sei es durch Interviews oder Gastartikel. Döring argumentierte jedoch, dass die klare politische Positionierung des Blattes eine Teilnahme an der Debatte inakzeptabel mache. Ihr Rückzug wurde von FDP-Kritikern gelobt, von denen einige ihren Schritt als Versuch werten, die Unterstützung für Hagen zu schwächen.

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Die Absage unterstreicht die Spannungen in der deutschen Politik beim Umgang mit umstrittenen Medien. Die FDP-Strategie, AfD-Wähler zu umwerben, bleibt umstritten. Dörings Haltung zeigt die Schwierigkeiten auf, politische Öffnung und ideologische Grenzen unter einen Hut zu bringen.

Quelle