Emma Sagasser: Vom Familientradition zur Schiedsrichterin mit Bundesliga-Träumen
Dörthe KrauseTochter und Vater gemeinsam als Schiedsrichter auf dem Platz - Emma Sagasser: Vom Familientradition zur Schiedsrichterin mit Bundesliga-Träumen
Schiedsrichter sind das Rückgrat des Fußballs – das betonte kürzlich Wolfgang Krauß, der Vorsitzende des 1. FC Baiersdorf. Ohne sie würde das Spiel schlicht nicht stattfinden. Für die 20-jährige Emma Sagasser ist das Schiedsrichterwesen eine Familientradition: Sie folgt den Spuren ihres Vaters Rainer, der ebenfalls als Unparteiischer aktiv ist.
Emma und Rainer Sagasser verbindet mehr als nur die Leidenschaft für den Fußball – oft arbeiten sie auch gemeinsam auf dem Platz. Seit sie 2020 ihre Schiedsrichterlaufbahn begann, hat Emma bereits rund 100 Spiele geleitet. Trotz der männlich dominierten Branche berichtet sie von keinen Problemen, wenn sie Männerpartien pfeift.
Laut dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) gibt es derzeit 10.830 männliche und 435 weibliche Schiedsrichter. Die Zahlen zeigen Fortschritt: 2023 waren 333 Frauen aktiv im Einsatz – mehr als in den Vorjahren. Emma ist überzeugt, dass das Schiedsrichterdasein ihren Charakter und ihre Belastbarkeit gestärkt hat.
Ihr langfristiges Ziel ist klar: Irgendwann in der Frauen-Bundesliga pfeifen. Bis dahin arbeitet sie weiter an ihren Fähigkeiten – oft an der Seite ihres Vaters, den sie als unterstützenden Partner auf dem Platz beschreibt.
Emma Sagassers Weg steht exemplarisch für einen wachsenden Trend: Immer mehr Frauen ergreifen den Schiedsrichterberuf. Mit steigenden Zahlen beim BFV erweitern sich die Chancen im Fußball. Ihre Erfahrung, kombiniert mit der Begleitung ihres Vaters, bildet eine solide Basis für ihre Zukunft im Sport.






