05 April 2026, 00:57

EU-China-Handel erreicht Rekordwert von 950 Milliarden Euro trotz politischer Spannungen

Eine Weltkarte-Poster mit chinesischen Schriftzeichen, gefüllt mit Bildern und Texten, die Länder und ihre Grenzen darstellen.

Chinas Außenminister zu Merz: Beziehungen zwischen Peking und Berlin auf 'neues Niveau' heben - EU-China-Handel erreicht Rekordwert von 950 Milliarden Euro trotz politischer Spannungen

Der Handel zwischen der EU und China ist weiterhin gewachsen und erreichte 2025 fast 950 Milliarden Euro. Trotz geopolitischer Spannungen bleibt China der wichtigste Handelspartner der EU im Warenverkehr. Nun steht der erste China-Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz Ende Februar an – ein Zeichen für die anhaltende wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten.

Zwischen 2021 und 2025 stieg das Handelsvolumen von 856 Milliarden auf rund 950 Milliarden Euro. Die europäischen Direktinvestitionen in China erhöhten sich um 15 Prozent auf 160 Milliarden Euro. Gleichzeitig gingen die chinesischen Direktinvestitionen in der EU um 25 Prozent zurück und sanken auf 300 Milliarden Euro, da sich Lieferketten verlagerten und politische Spannungen anhielten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Vor diesem Hintergrund forderte Chinas Außenminister Wang Yi eine Stärkung der Beziehungen zu Deutschland. Er plädierte für eine Ausweitung der bilateralen Zusammenarbeit und drängte darauf, die Partnerschaft zwischen China und Deutschland auf ein "neues Niveau" zu heben. Wang bezeichnete Deutschland zudem als "treibende Kraft" für die breitere Zusammenarbeit zwischen China und der EU.

China präsentiert sich als verlässlicher und stabiler Partner für Europa. Von deutscher Seite wird erwartet, dass die Bundesrepublik als "stabilisierender Anker" in den strategischen Beziehungen fungiert. Trotz anhaltender Konflikte bleiben die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen beiden Ländern eng.

Der bevorstehende Besuch von Kanzler Merz markiert seine erste Chinareise seit Amtsantritt. Die Reise steht am Ende jahrelanger tiefer wirtschaftlicher Integration, auch wenn geopolitische Herausforderungen für Spannungen sorgen.

Der Besuch erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Handelsströme zwischen der EU und China zwar hoch bleiben, sich die Investitionstrends jedoch auseinanderentwickeln. Deutsche und chinesische Vertreter betonen weiterhin die Bedeutung der Zusammenarbeit – beide Seiten streben Stabilität in ihren Wirtschaftsbeziehungen an. Die Ergebnisse von Merz' Reise könnten die künftigen Handels- und politischen Beziehungen zwischen den beiden Mächten prägen.

AKTUALISIERUNG

Merz-Xi Meeting Highlights Strategic Partnership Amid Trade Tensions

The Merz-Xi meeting on 25 February 2026 produced direct diplomatic statements. Key points include:

  • Both leaders affirmed Germany-China as a strategic partnership requiring political trust.
  • Merz reiterated Germany's role as a 'stabilising anchor' for EU-China relations.
  • Xi Jinping and Merz acknowledged the need to balance economic interdependence with geopolitical challenges.