Frankenschnellweg in Nürnberg: Ausbau startet nach Gerichtsentscheid bald
Ben NetteFrankenschnellweg in Nürnberg: Ausbau startet nach Gerichtsentscheid bald
Ausbaupläne für den Frankenschnellweg in Nürnberg rücken nach Gerichtsentscheid näher
Nach einem Urteil, das das letzte rechtliche Hindernis aus dem Weg räumte, können die Pläne zum Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg nun voranschreiten. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies eine Klage des Umweltverbandes Bund Naturschutz ab und ebnete damit den Weg für das lang diskutierte Projekt. Die Behörden rechnen damit, dass die Bauarbeiten innerhalb des nächsten Jahres beginnen können, sobald die Vergabeverfahren abgeschlossen sind.
Der Ausbau erfolgt in zwei Phasen, wobei zunächst die westlichen und zentralen Abschnitte im Fokus stehen. Im Westen entsteht eine dritte Spur in Richtung Hafen sowie auf einer Länge von drei Kilometern Lärmschutzwälle. Der zentrale Abschnitt umfasst einen 1,8 Kilometer langen Tunnel, über dem ein Verkehrsverteilplatz für das Verkehrsmanagement angelegt wird.
In Kürze werden EU-weite Ausschreibungen für zwei zentrale Bauabschnitte veröffentlicht: die Strecke zwischen der Nürnberger Stadtgrenze zu Fürth und der Otto-Brenner-Brücke. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf geschätzte eine Milliarde Euro, wobei 80 Prozent der Finanzierung vom Freistaat Bayern getragen werden. Mit dem Baubeginn ist frühestens in einem Jahr zu rechnen, da zunächst die Planfeststellung abgeschlossen und die Verträge vergeben werden müssen.
Zum Projekt gehören zudem fünf Kilometer neue Rad- und Fußwege, die die lokalen Verkehrsverbindungen verbessern sollen. Umweltverbände hatten sich gegen die Pläne ausgesprochen, doch frühere Urteile des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs bestätigten, dass Anwohnerbelange und ökologische Bedenken angemessen berücksichtigt wurden. Befürworter argumentieren, dass der Ausbau langfristig Staus verringern und die Emissionen senken werde.
Die Modernisierung des Frankenschnellwegs wird voraussichtlich etwa ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Nach Fertigstellung wird die Strecke breitere Fahrspuren, einen großen Tunnel sowie bessere Einrichtungen für Radfahrer und Fußgänger aufweisen. Die Entscheidung folgt auf jahrzehntelange Debatten über eine höhenfreie Gestaltung der stark frequentierten Route.






