Fürther Jugendrat stimmt für umstrittene Silvester-Feuerwerksregeln
Birgitta SchulzFürther Jugendrat stimmt für umstrittene Silvester-Feuerwerksregeln
Fürther Jugendrat debattiert umstrittenen Antrag zur Einschränkung von Silvesterfeuerwerk
Der Jugendrat der Stadt Fürth hat über einen kontroversen Antrag beraten, der traditionelles Feuerwerk zu Silvester einschränken soll. Die unter dem Titel "Umwelt schützen, Feuerwerk vermeiden" eingebrachte Initiative zielte darauf ab, Schäden für Menschen, Tiere und die Umwelt zu verringern. Rund 30 Gäste nahmen an der sechsten Plenarsitzung teil – neben den 12 Ratsmitgliedern war dies die bisher bestbesuchte Versammlung.
Der Antrag sah ein fast vollständiges Verbot von privatem Feuerwerk in bestimmten Bereichen Fürths vor. Stattdessen wurden zentrale Feuerwerksdisplays oder alternative Feiern wie Drohnen- oder Lasershows vorgeschlagen. Nach einer ausführlichen Diskussion verabschiedete der Jugendrat mit zehn Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen einen entsprechenden Beschluss.
Die Meinungen zum Vorhaben gingen weit auseinander. Die Stadträtin Birgit Bayer-Tersch plädierte für eine strengere Durchsetzung bestehender Regelungen statt eines generellen Verbots. Sebastian Scheicher verwies darauf, dass ein früheres Feuerwerksverbot bereits von Gerichten gekippt worden sei. Petra Guttenberger, CSU-Abgeordnete im Bayerischen Landtag, bestätigte unterdessen, dass Bayern keine Pläne für derartige Einschränkungen verfolge.
Der Antrag geht nun an den Fürther Stadtrat, der ihn weiter prüfen und eine endgültige Entscheidung treffen wird.
Der Beschluss des Jugendrats stellt einen ersten Schritt zur Begrenzung von Privatfeuerwerk in Fürth dar. Sollte der Stadtrat zustimmen, würde das Verbot in ausgewiesenen Zonen gelten, während organisierte Shows die individuellen Feiern ersetzen würden. Das weitere Vorgehen hängt von weiteren Beratungen und rechtlichen Prüfungen ab.