Gauweiler fordert CSU-Bündnis mit Freien Wählern für die Bundestagswahl
Birgitta SchulzGauweiler fordert CSU-Bündnis mit Freien Wählern für die Bundestagswahl
Peter Gauweiler, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der CSU und langjähriges Bundestagsmitglied, hat vor der nächsten Bundestagswahl ein neues politisches Bündnis gefordert. Sein Ziel: Die CSU soll sich mit den Freien Wählern zusammenschließen, um eine stärkere konservativ-bürgerliche Allianz in ganz Deutschland zu bilden.
Gauweiler argumentiert, die aktuelle Bundesregierung stehe trotz einer vermeintlichen konservativen Mehrheit in der Wählerschaft zu weit links. Schuld daran sei die AfD, die mit ihrer Spaltung der rechten Stimmen den etablierten bürgerlichen Parteien die Regierungsbildung erschwere. Die liberale FDP sei zu schwach, um ausreichend Wählerstimmen zu holen, während die AfD als Koalitionspartner politisch nicht tragbar bleibe.
Sein Vorschlag sieht eine bundesweite Kooperation zwischen CSU und Freien Wählern vor. Beide Parteien sollten bei der nächsten Wahl unter dem Namen „Bündnis Freie Wähler/CSU“ antreten. Gauweiler schlägt vor, dass die Freien Wähler außerhalb Bayerns – wo sie bereits vertreten sind – die Führung bei der Kandidatenaufstellung übernehmen.
Als Vorbild nennt er Bayern, wo CSU und Freie Wähler seit 2018 gemeinsam regieren. Zwar habe der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, das Profil der Partei geschärft, doch außerhalb des bayerischen Stammlandes fehle es an Kandidaten. Ein formelles Bündnis, so Gauweiler, würde den Wählern einen klaren Grund geben, die Freien Wähler statt anderer konservativer Alternativen zu wählen.
Das Vorhaben zielt darauf ab, die bürgerlich-konservative Wählerschaft unter einem Dach zu vereinen und so die Abhängigkeit von der AfD oder der schwächelnden FDP zu verringern. Wird der Plan umgesetzt, könnte das Bündnis die politische Landschaft verändern – insbesondere in Regionen, in denen die CSU bisher kaum Fuß fassen konnte.






