02 May 2026, 18:22

Georg Baselitz – der rebellische Meister des Neoexpressionismus ist tot

Gemälde von Paul Klee mit Kreisen in verschiedenen Größen und Farben auf einem weißen Hintergrund.

Georg Baselitz – der rebellische Meister des Neoexpressionismus ist tot

Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Berühmt für seinen markanten neoexpressionistischen Stil, erlangte er Bekanntheit, indem er Motive in seinen Gemälden auf den Kopf stellte. Sein Einfluss erstreckte sich über Jahrzehnte und prägte die moderne Kunst in Europa und darüber hinaus.

Bis zu seinem Tod blieb Baselitz eine aktive Größe in der Kunstwelt. Noch vor wenigen Wochen eröffnete er eine Ausstellung im Museum der Moderne in Salzburg. Zudem übergab er eines seiner Werke der ständigen Sammlung des Museums.

Der Künstler sollte in Venedig eine weitere große Ausstellung im Rahmen der Biennale eröffnen. Seine Karriere umfasste mehr als sechs Jahrzehnte und war geprägt von einem rebellischen Umgang mit Form und Tradition. Obwohl in Deutschland geboren, besaß er seit 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft.

Seine charakteristische Technik – die Darstellung von Sujets kopfüber – forderte herkömmliche Perspektiven heraus. Diese Methode wurde zu einem Markenzeichen seines Schaffens und brachte ihm internationale Anerkennung ein. Kritiker wie Sammler feierten seine rohen, expressiven Leinwände als wegweisend für den Neoexpressionismus.

Baselitz hinterlässt ein umfangreiches Werk, das in Museen weltweit zu sehen ist. Seine jüngsten Ausstellungen in Salzburg und die geplante Schau in Venedig unterstreichen seine anhaltende Bedeutung. Die Kunstwelt blickt nun auf ein Lebenswerk zurück, das die Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg neu definierte.

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