Großeinsatz der Polizei nach Flucht mit Kleinkind aus dem Standesamt Lauf
Dörthe KrauseGroßeinsatz der Polizei nach Flucht mit Kleinkind aus dem Standesamt Lauf
Ein 23-jähriger Mann löste in Lauf an der Pegnitz einen Großeinsatz der Polizei aus, nachdem er mit einem Kleinkind aus dem Standesamt geflohen war. Der Vorfall ereignete sich während eines versuchten Trauungstermins, der jedoch wegen aufgetretener Probleme mit dem Aufenthaltsstatus abgebrochen werden musste. Die Behörden bestätigten später, dass das Kind wohlbehalten bei einem Angehörigen aufgefunden wurde.
Der Mann war gemeinsam mit seiner 19-jährigen Verlobten und deren kleinem Kind im Standesamt erschienen. Da die aufenthaltsrechtlichen Fragen nicht geklärt waren, konnte die Eheschließung nicht vollzogen werden. Als ihm mitgeteilt wurde, dass die Polizei informiert sei, brachte er das Kleinkind in einen Wartebereich und verließ anschließend das Gebäude.
Die Polizei reagierte umgehend und setzte mehrere Streifenwagen sowie einen Hubschrauber der bayerischen Bereitschaftspolizei ein. Trotz der großangelegten Suchaktion bleibt der 23-Jährige weiterhin auf der Flucht. Die Ermittler betonten, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand.
Kurz nach dem Vorfall wurde das Kleinkind unverletzt und in der Obhut eines Familienmitglieds ausfindig gemacht. Die Kriminalpolizei in Schwabach hat nun die Ermittlungen zu den Handlungen des Mannes übernommen. Seine türkische Staatsbürgerschaft hat keine Auswirkungen auf die gesetzlichen Voraussetzungen für seine geplante Hochzeit im Jahr 2026, da das deutsche Recht für ausländische Staatsangehörige lediglich die üblichen Unterlagen vorschreibt.
Die Fahndung nach dem 23-Jährigen dauert an, bisher gab es keine Festnahmen. Die Sicherheit des Kindes wurde bestätigt, und während des Einsatzes bestand keine öffentliche Gefährdung. Die Behörden prüfen derzeit die Umstände der gescheiterten Trauung sowie die anschließenden Ereignisse.






