Großrazzia in Langenfeld: 12 Scheinwohnsitze und kriminelle Netzwerke aufgedeckt
Birgitta SchulzGroßrazzia in Langenfeld: 12 Scheinwohnsitze und kriminelle Netzwerke aufgedeckt
Großrazzia gegen mutmaßliche Scheinanmeldungen und organisierte Kriminalität in Langenfeld
Behörden haben in Langenfeld eine großangelegte Aktion gegen verdächtige Scheinregistrierungen und organisierte Kriminalität durchgeführt. Nach der Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Einwanderungsbetrug und illegaler Nutzung von Immobilien durchsuchten die Ermittler drei Objekte. Die Maßnahme ist Teil einer breiter angelegten Initiative zur Bekämpfung krimineller Netzwerke in der Region.
Das Einsatzteam unter der Leitung von Oliver Konsierke vom Ordnungsamt umfasste 19 Beamte. Sie kontrollierten drei Adressen in Langenfeld und Richrath und deckten dabei 12 Scheinwohnsitze auf, die auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren. In einem der Objekte hielten sich sieben Personen mit unklarem Aufenthaltsstatus auf, während die Räumlichkeiten ohne ordnungsgemäße Gewerbeanmeldung als Büros und Lager genutzt wurden.
Ein weiteres Anwesen in Richrath droht die Abmeldung wegen eines Meldeverstoßes. Verdächtig waren unter anderem eine vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennung sowie nicht genehmigte Baumaßnahmen. Zudem stellten die Beamten Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz fest, darunter unautorisierte Nutzungsänderungen der Immobilien.
Die Razzia steht im Zusammenhang mit wachsenden Bedenken hinsichtlich der Investitionstrends in Langenfeld. Einige Personen hatten großzügige Immobilien erworben, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften stehen. Die Erkenntnisse sind Teil der vor einer Woche gestarteten Initiative GeKo Rhein-Wupper, die ihren Sitz in Wuppertal hat. Das Programm konzentriert sich auf organisierte Kriminalität, Sozialbetrug, Schmuggel und Geldwäsche. Finanziert wird es über das Landesprogramm Interkommunale Zusammenarbeit und zielt auf eine bessere Abstimmung zwischen den Behörden ab.
Mit der Initiative soll die Gesellschaft widerstandsfähiger gegen Kriminalität werden. Durch die gezielte Bekämpfung von Problemimmobilien und Briefkastenfirmen hoffen die Behörden, illegale Netzwerke in der Region zu zerschlagen.
Die Aktion brachte mehrere Fälle von mutmaßlichem Betrug und illegaler Immobiliennutzung ans Licht. Die Ermittlungen zu den 12 Scheinregistrierungen und weiteren Verstößen, die bei den Durchsuchungen aufgedeckt wurden, laufen weiter. Die Initiative GeKo Rhein-Wupper bleibt aktiv – weitere Maßnahmen zur Stärkung der Strafverfolgung in der Region sind geplant.






