14 March 2026, 14:18

Grünes Licht für Elektrifizierung der Strecke Nürnberg–Schnabelwaid nach jahrelangem Stillstand

Eine alte Postkarte zeigt einen belebten Dresdner Bahnhof mit Fahrzeugen, Menschen, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel, mit der Aufschrift "Dresden Hauptbahnhof" oben.

Ausbau der Franken-Sachsen-Mainlinie: Fortschritte werden gemacht - Grünes Licht für Elektrifizierung der Strecke Nürnberg–Schnabelwaid nach jahrelangem Stillstand

Elektrifizierung einer wichtigen Bahnstrecke in Süddeutschland macht großen Schritt nach vorne

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Planung für die Strecke Nürnberg–Schnabelwaid genehmigt und damit jahrelange Unsicherheiten bei der Finanzierung beendet. Behördenvertreter bezeichnen den Beschluss nun als Wendepunkt für die Modernisierung des Franken-Sachsen-Korridors.

Jahre lang gab es Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Projekts. Eine aktuelle Neubewertung bestätigte jedoch seine Machbarkeit und ebnete den Weg für die jüngste Entscheidung. Die CSU-Politikerin Silke Launert nannte die Zustimmung einen Beweis dafür, dass sich "Durchhaltevermögen auszahlt".

Der Abschnitt Nürnberg–Schnabelwaid befindet sich derzeit noch in der frühen Planungs- und Genehmigungsphase, ein Fertigstellungstermin steht jedoch noch nicht fest. Bayern hat unterdessen bereits Mittel für die Elektrifizierung der anschließenden Strecke Schnabelwaid–Bayreuth gesichert. Dies knüpft an die bestehende Infrastruktur in Hof an, wo die Strecke aus Dresden bereits elektrifiziert ist.

Der Korridor spielt eine Schlüsselrolle für die Verbindung zwischen Nürnberg, Dresden und den Routen in die Tschechische Republik über Marktredwitz. Der CSU-Abgeordnete Jonas Geissler begrüßte die Entscheidung als "entscheidenden Sprung nach vorn", um dasletzte große dieselbetriebene Streckennetz Deutschlandsabzuschaffen. Die jüngsten Sperrungen mehrerer Eisenbahnbrücken entlang der Route haben zudem dieDringlichkeit der Sanierungen* unterstrichen.

An anderen Abschnitten der Franken-Sachsen-Achse schreiten Brückenerneuerungen bei Pegnitz voran, während Strecken wie Dresden–Hof und Leipzig–Werdau weiterhin als Prioritätsprojekte eingestuft werden. Detaillierte Umsetzungspläne für diese Bereiche stehen jedoch noch aus.

Die Planungsgenehmigung unterstreicht das klare Bekenntnis, den gesamten Korridor schrittweise zu elektrifizieren. Mit gesicherten Mitteln für zentrale Abschnitte rückt das Projekt näher an das Ziel, die Abhängigkeit von Dieselzügen auf dieser wichtigen Verkehrsachse zu verringern. Die nächsten Schritte konzentrieren sich auf die detaillierte Ausarbeitungsplanung sowie die Einholung weiterer Genehmigungen für spätere Bauphasen.

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