14 April 2026, 12:15

Gundremmingen: Am Samstag fallen die legendären Kühltürme des AKWs

Großes Gebäude mit einem zentralen hohen Turm, umgeben von einer Straße, kleinen Pfählen, Pflanzen, Bäumen und anderen Gegenständen, mit Gebäuden und Kränen im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel; dies ist das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, das für den Abriss vorgesehen ist.

Kühlhaustürme einstürzen - Gundremmingen erlebt spektakuläre Abrissarbeiten - Gundremmingen: Am Samstag fallen die legendären Kühltürme des AKWs

Am Samstag, dem 25. Oktober, werden die beiden markanten Kühltürme des Kernkraftwerks Gundremmingen mittags gesprengt. Mit einer Höhe von jeweils 160 Metern – etwa so hoch wie das Ulmer Münster – prägten die Türme jahrzehntelang das Landschaftsbild. Die Behörden haben für die Sprengung strenge Sicherheitsvorkehrungen erlassen, darunter Bußgelder für alle, die sich nach Freitagabend zu nah am Gelände aufhalten.

Das Kernkraftwerk Gundremmingen ging 1966 ans Netz. Die beiden Reaktorblöcke B und C wurden 2017 bzw. 2021 abgeschaltet. Die Kühltürme mit einem Durchmesser von bis zu 139 Metern dienten einst der Regulierung der Wassertemperaturen während der Stromerzeugung.

Bei der Sprengung werden rund 56.000 Tonnen Stahlbeton zum Einsturz gebracht. Während die Türme an diesem Wochenende fallen, wird der vollständige Rückbau der verbleibenden Anlagen noch deutlich länger dauern – die Fertigstellung ist erst für das Jahr 2040 geplant.

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Um das Gelände wurde eine Sicherheitszone eingerichtet. Wer sich nach 21 Uhr am Freitag darin aufhält, muss mit Strafen von bis zu 3.000 Euro rechnen. Obwohl es keine offiziellen Zuschauerbereiche gibt, erwarten Experten dennoch große Menschenmengen. Nach der Sprengung plant der Energiekonzern RWE auf dem Gelände den Bau eines Batteriespeichers.

Der Einsturz der Türme markiert einen sichtbaren Meilenstein im Rückbau des Kraftwerks. Die Arbeiten werden zwar noch Jahre andauern, doch die künftige Nutzung des Standorts nimmt bereits Gestalt an: Aus der Atomstromproduktion wird ein Standort für Energiespeicherung.

Quelle