Hauptzollamt Landshut meldet Rekordjahr mit Millionen-Beschlagnahmungen und 850 Millionen Euro Einnahmen
Birgitta SchulzHauptzollamt Landshut meldet Rekordjahr mit Millionen-Beschlagnahmungen und 850 Millionen Euro Einnahmen
Hauptzollamt Landshut veröffentlicht Zahlen für 2024: Rekordjahr bei Kontrollen und Einnahmen
Das Hauptzollamt Landshut hat seine Bilanz für 2024 vorgelegt – ein Jahr mit intensiven Kontrollen und hohen Einnahmen. An sieben Standorten bearbeitete die Behörde Millionen von Sendungen und ging konsequent gegen illegalen Handel vor. Die Ergebnisse umfassen Rekordstrafen, Drogenbeschlagnahmungen und einen spürbaren Zuwachs für die öffentlichen Kassen.
Im vergangenen Jahr war das Zollamt für eine Region von rund 12.000 Quadratkilometern zuständig. Die Teams in Landshut, Hallbergmoos, Passau, Pfarrkirchen, Plattling, Suben-Autobahn und Zwiesel kontrollierten dabei über eine Million Importgüter und mehr als acht Millionen Exporte.
Bei den Ermittlungen kam es zu großen Beschlagnahmungen: 32 Tonnen Betäubungsmittel und 205 Millionen geschmuggelte Zigaretten wurden sichergestellt. Hinzu kamen 5 Millionen gefälschte Waren sowie 900 Kilogramm nicht zugelassene „Kräuterwunderpaste“ mit undeklarierten Medikamenten.
Besonders erfolgreich war die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Untersuchungen zu illegaler Beschäftigung führten zu Bußgeldern in Höhe von über einer Million Euro und Haftstrafen von insgesamt fast 32 Jahren. Gleichzeitig trieb das Zollamt offene Forderungen ein und holte so mehr als 68 Millionen Euro an ausstehenden Schulden zurück.
Die Einnahmenerzielung blieb ein zentraler Schwerpunkt. Die Zollbehörde nahm über 850 Millionen Euro an Steuern und Abgaben ein, wobei 23 Millionen Euro als Zollgebühren in den EU-Haushalt flossen.
Der Jahresbericht 2024 unterstreicht die doppelte Rolle des Zolls: als Handelsförderer und als Strafverfolgungsbehörde. Mit Millionen an eingezogenen Geldern und großangelegten Beschlagnahmungen leistet die Behörde einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Sicherheit in der Region und in der gesamten EU. Die Zahlen spiegeln auch die wachsende Arbeitsbelastung in einem Gebiet wider, das sich von Landshut bis zur österreichischen Grenze erstreckt.






