Hinter den Kulissen: Wie die Wiesn-Logistik Millionen Besucher versorgt
Ben NetteHinter den Kulissen: Wie die Wiesn-Logistik Millionen Besucher versorgt
Jedes Jahr lockt das Münchner Oktoberfest – von den Einheimischen liebevoll "Wiesn" genannt – fast sieben Millionen Besucher an. Hinter den lebhaften Bierzelten und dem geschäftigen Treiben verbirgt sich jedoch ein gewaltiger logistischer Apparat, der dafür sorgt, dass alles reibungslos abläuft. Zwei Journalisten, Tabea Schulz und Christian Bonk, haben kürzlich einen Blick hinter die Kulissen geworfen, um zu zeigen, wie dieser Mammutbetrieb funktioniert.
Jürgen Breitsameter leitet die Logistik und Materialwirtschaft des Staatlichen Hofbräuhauses München. Sein Team ist für die tägliche Versorgung verantwortlich, die das Festival am Laufen hält. Bei 17 Bierzelten auf dem Gelände kommt es auf millimetergenaue Planung an.
Die Dimensionen des Events sind schier unglaublich: Rund sieben Millionen Liter Bier werden während des Festes ausgeschenkt – eine Herausforderung, die präzise Vorbereitung erfordert. Dazu kommen 8.000 Tonnen Material, von Tischen und Bänken über Dekorationen bis hin zur Küchenausstattung, die das Team koordiniert.
Doch selbst bei noch so akribischer Vorbereitung gibt es unerwartete Hindernisse. Eine der größten Schwierigkeiten besteht darin, die Bierversorgung zu steuern, besonders wenn in einem Zelt plötzlich mehr Nachfrage herrscht als geplant. Für solche Fälle gibt es Notfallpläne, die sicherstellen, dass kein Gast lange auf sein Bier warten muss.
Der Erfolg der Wiesn hängt von weit mehr ab als nur von Bier und Musik. Ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel – von den täglichen Lieferungen bis zu den Reserveplänen – hält das Festival auf Kurs. Ohne diese unsichtbare Arbeit im Hintergrund wäre das größte Volksfest der Welt schlicht undenkbar.






