01 May 2026, 22:14

IG BCE droht Adidas mit Arbeitskampf nach Tarifaustritt

Das Logo des Nationalen Frauengewerkschaftsbundes zeigt zwei Frauen in traditioneller Kleidung nebeneinanderstehend, die Arme umeinandergelegt, jede hält ein gelbes Banner mit "Frauenarbeit" in fetter Schrift, umrahmt von einem weißen Rand.

Gewerkschaft will Adidas zurück an den Tarifbindung drängen - IG BCE droht Adidas mit Arbeitskampf nach Tarifaustritt

Die Gewerkschaft IG BCE bereitet Arbeitskampfmaßnahmen gegen Adidas im Streit um Löhne vor. Der Sportartikelriese hatte sich kürzlich aus dem branchenweiten Tarifsystem zurückgezogen – ein Schritt, der bei Arbeitnehmervertretern auf scharfe Kritik stieß. Bisherige Verhandlungen zwischen beiden Seiten blieben ohne Ergebnis.

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Adidas war aus der Tarifbindung ausgestiegen, die zuvor für seine 4.600 Beschäftigten in Deutschland galt. Das Unternehmen argumentiert, seine Löhne seien bereits wettbewerbsfähig: Die Gehälter lägen über den tariflichen Vereinbarungen, und jüngste Lohnerhöhungen hätten die letzte Branchenregelung übertroffen. Zudem verweist Adidas auf geplante Gehaltserhöhungen und Boni als Beleg für eine faire Bezahlung.

Die IG BCE weist diese Darstellungen als „Unsinn“ zurück. Sie hatte vorgeschlagen, ein Haustarifabkommen auszuhandeln, doch Adidas lehnte ab. Nun drängt die Gewerkschaft darauf, dass das Unternehmen durch gezielte Arbeitskampfmaßnahmen in die branchenweite Tarifbindung zurückkehrt.

Die Vorbereitungen für die Kampagne laufen bereits: So wurden in den fränkischen Produktionsstandorten Uffenheim und Scheinfeld Mitglieder der Verhandlungskommission gewählt. Zudem plant die Gewerkschaft, ihr internationales Netzwerk und das deutsche Lieferkettengesetz zu nutzen, um den Druck auf das Unternehmen zu erhöhen.

Im Mittelpunkt des Konflikts steht Adidas’ Austritt aus dem Tarifsystem. Während die Gewerkschaft auf die Wiedereinführung branchenweiter Lohnvereinbarungen pocht, hält das Unternehmen seine aktuelle Entgeltstruktur für ausreichend. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten die Arbeitskampfmaßnahmen den Betriebsablauf beeinträchtigen.

Quelle