Jugendhilfeausschuss Regensburg beschließt Haushalt 2026 und neue Richtlinien für Familien
Dörthe KrauseJugendhilfeausschuss Regensburg beschließt Haushalt 2026 und neue Richtlinien für Familien
Jugendhilfeausschuss im Landkreis Regensburg tagte zu Haushalt 2026 und Neuerungen in der Kinder- und Jugendhilfe
Am 17. März 2026 kam der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Regensburg zusammen, um über den Haushalt 2026 sowie zentrale Änderungen in der Kinder- und Jugendhilfe zu beraten. Zu den Aktualisierungen zählten überarbeitete Richtlinien für die Vollzeitpflege und die Kindertagespflege sowie neue Unterstützungsangebote für Familien. Zudem wurde ein leichter Rückgang bei den Mitteln und Fallzahlen für die schulbezogene Jugendsozialarbeit verzeichnet.
Der Ausschuss billigte die aktualisierten Leitlinien für die Vollzeitpflege, die rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft treten. Die Regelungen zur Kindertagespflege wurden ebenfalls überarbeitet und sollen ab dem 1. September 2026 gelten. Ziel der Änderungen ist es, die Unterstützung für Familien und Pflegepersonen in der Region effizienter zu gestalten.
Die Ausgaben für die Jugendsozialarbeit an Schulen sanken 2025 auf 5,309 Millionen Euro – ein Rückgang um etwa 5 Prozent im Vergleich zu 5,609 Millionen Euro im Vorjahr. Auch die monatliche Durchschnittszahl der schulischen Unterstützungsfälle verringerte sich von 149 (2024) auf 139 (2025). Ebenfalls rückläufig war die Zahl der Schulbegleitungen, die von 207 auf 174 Fälle sank.
Um die Familienhilfe zu stärken, führt das Kreisjugendamt ab Mai 2026 ambulante Sprechstunden in Regenstauf und Schierling ein. Sozialpädagogische Fachkräfte stehen dann in den örtlichen Familienzentren zur Verfügung. Die im Oktober 2025 eingerichtete Beratungs-, Vermittlungs- und Schutzstelle (BVS) bearbeitet weiterhin komplexe Kinderschutzfälle. Erreichbar ist die BVS unter 0941 / 4009-572 oder per E-Mail an [email protected] zu den üblichen Dienstzeiten.
Konkrete Daten dazu, wie viele Schulen 2025/2026 von der Jugendsozialarbeit an Schulen betreut wurden, liegen nicht vor. Einzelne Projekte wurden jedoch an Schulen wie der Landgraf-Ulrich-Schule Pfreimd, der Josef-Greising-Schule, der Mittelschule Alteglofsheim sowie in Feldkirchen umgesetzt.
Der Jugendhilfeetat für 2026 wurde auf 42,034 Millionen Euro festgesetzt – ein minimaler Anstieg um 22.700 Euro (0,05 %) gegenüber dem Vorjahr.
Der Haushalt 2026 und die Anpassungen der Leistungen spiegeln eine leichte Verringerung sowohl der Mittel als auch der Fallzahlen im schulischen Unterstützungsbereich wider. Gleichzeitig wurden neue Beratungsangebote eingeführt und die Richtlinien für Pflegefamilien und Tagespflege aktualisiert. Die BVS bleibt weiterhin Anlaufstelle für spezialisierte Kinderschutzhilfe. Die Änderungen treten zu verschiedenen Zeitpunkten im Laufe des Jahres in Kraft, wobei die meisten bereits umgesetzt sind oder zum September anstehen.






