"Junglandwirt des Jahres": Wie Daniel Dorfmeister einen Familienbetrieb revolutionierte
Elwira Speer"Junglandwirt des Jahres": Wie Daniel Dorfmeister einen Familienbetrieb revolutionierte
Daniel Dorfmeister ist zum "Junglandwirt des Jahres" gekürt worden und setzte sich damit gegen starke Konkurrenz durch – darunter Lisa Zanker und David Kirchsteiger aus Österreich. Die Auszeichnung würdigt seinen rasanten Wandel eines gepachteten Familienbetriebs in ein erfolgreiches Vollzeiterwerbsunternehmen. Innerhalb von nur vier Jahren hat er einen blühenden Betrieb aufgebaut, der sich auf Obstproduktion und gemeindeorientierte Projekte konzentriert.
Dorfmeisters Leidenschaft für die Landwirtschaft begann früh: Schon in der siebten Klasse wusste er, dass er auf dem Land arbeiten wollte. Selbst während seiner Ausbildung zum Mechaniker nutzte er jede freie Minute, um sich über Obstsorten zu informieren und seinen zukünftigen Betrieb zu planen.
Mittlerweile bewirtschaftet der 28-Jährige einen sechs Hektar großen Obstgarten, der sich auf Äpfel und Birnen spezialisiert hat – alles nach den strengen GlobalG.A.P.-Standards zertifiziert. Seine Erzeugnisse verkauft er über einen Hofladen, lokale Lebensmittelgeschäfte und benachbarte Direktvermarkter. Darüber hinaus stellt er in kleinen Chargen auch Edelbrände aus seiner eigenen Ernte her.
Zu seinem Betrieb gehören zudem rund 500 freilaufende Legehennen, die für zusätzliche Vielfalt sorgen. Dorfmeister öffnet seine Tore auch für die Öffentlichkeit: Er bietet Hofbesichtigungen an und hat ein Kinderbuch veröffentlicht, um jüngeren Generationen die Landwirtschaft näherzubringen.
In der Kategorie "Junglandwirt" des CERES AWARD gingen in diesem Jahr über 40 Bewerbungen ein. Dorfmeister überzeugte durch seine Innovationskraft, sein schnelles Wachstum und sein Engagement in den Bereichen Produktion und Bildung.
Die Auszeichnung unterstreicht Dorfmeisters Fähigkeit, aus einem gepachteten Betrieb ein profitables, vielseitiges Unternehmen zu machen. Seine Arbeit in Obstbau, Direktvermarktung und Bildungsarbeit dient anderen Junglandwirten als Vorbild. Die Würdigung fällt zudem mit dem Start der Bewerbungsphase für den nächsten Wettbewerb zusammen – Einsendeschluss ist März 2026.