Kemptens neuer Oberbürgermeister steht nach spannender Stichwahl fest
Elwira SpeerKemptens neuer Oberbürgermeister steht nach spannender Stichwahl fest
Kempten hat nach einer knapp entschiedenen Stichwahl einen neuen Oberbürgermeister gewählt. Christian Schoch von den Freien Wählern setzte sich am 22. März 2026 mit 55 Prozent der Stimmen durch. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem im ersten Durchgang kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hatte.
Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt hatte am 8. März begonnen, parallel zu den Stadtratswahlen. Amtsinhaber Thomas Kiechle (CSU), der 2020 mit 54,32 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden war, verfehlte diesmal die Bestätigung. In der Stichwahl erhielt er 45 Prozent und verlor damit nach sechs Jahren im Amt seine Position.
Die Wahlbeteiligung lag bei der Stichwahl bei 43,6 Prozent – leicht unter dem Niveau der Kommunalwahlen 2020. Damals hatten die CSU 26,48 Prozent, die Freien Wähler 21,78 Prozent und die Grünen 19,16 Prozent der Stimmen im Stadtrat geholt. Aktualisierte Zahlen zur Zusammensetzung des Gremiums nach der Wahl 2026 stehen jedoch noch aus.
Kempten, eine Stadt mit 72.286 Einwohnern (Stand Juni 2025), liegt auf 674 Metern über dem Meeresspiegel und erstreckt sich über eine Fläche von 63,3 Quadratkilometern. Zu den Wahrzeichen zählen die Hochschule Kempten, die Basilika St. Lorenz und die historische Fürstäbtliche Residenz.
Christian Schoch wird nun das Amt des Oberbürgermeisters von Thomas Kiechle übernehmen. Der Sieg der Freien Wähler markiert einen Wechsel in der lokalen Führungsspitze. Noch gibt es keine Angaben dazu, wie sich die politische Balance im Stadtrat möglicherweise verschoben hat.






