Klimawandel macht Reis giftig: Arsenbelastung steigt dramatisch an
Steigende Temperaturen und höhere CO₂-Werte machen Reis giftiger – das ergab eine neue Studie. Das weltweit am meisten verzehrte Grundnahrungsmittel birgt zunehmend gesundheitliche Risiken, da der Arsengehalt in den Pflanzen ansteigt. Milliarden Menschen, die täglich auf Reis angewiesen sind, könnten langfristig schwerwiegende Folgen befürchten.
Der Klimawandel begünstigt die Aufnahme von Arsen in Reispflanzen direkt. Höhere Temperaturen und erhöhte CO₂-Konzentrationen führen dazu, dass die Pflanzen mehr von dem schädlichen Stoff aufnehmen. Besonders besorgniserregend ist dieser Trend in sieben asiatischen Ländern, in denen der Reiskonsum am höchsten ist.
Arsenbelastung steht im Zusammenhang mit Haut-, Blasen- und Lungenkrebs. Zudem erhöht sie das Risiko für Herzerkrankungen und neurologische Schäden, insbesondere bei Säuglingen. Kleine Kinder zählen zu den gefährdetsten Gruppen, da ihr Körper noch in der Entwicklung ist.
Forschende fordern strengere Lebensmittelsicherheitsvorschriften, um den Arsengehalt in Reisprodukten zu begrenzen. Gleichzeitig drängen sie auf die Züchtung von Reissorten, die weniger Arsen aufnehmen. Aufklärungskampagnen zur Verringerung der Belastung sind ein weiterer zentraler Vorschlag.
Die Studie warnt: Ohne rasches Handeln werden arsenbedingte Erkrankungen weiter zunehmen. Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und die Steigerung der Widerstandsfähigkeit der Pflanzen sind entscheidende Maßnahmen. Regierungen und Lebensmittelproduzenten müssen zusammenarbeiten, um diejenigen zu schützen, die auf Reis als Grundnahrungsmittel angewiesen sind.






