28 June 2026, 14:10

Klimawandel trifft Bayerns Tourismus: Zwischen Schneemangel und CO₂-Bilanz

Tourismus und Klimawandel: Chancen und Herausforderungen für Nachhaltigkeit

Klimawandel trifft Bayerns Tourismus: Zwischen Schneemangel und CO₂-Bilanz

Bayerns Tourismusbranche ringt mit den Folgen des Klimawandels

Mit rund 100 Millionen Übernachtungen im Jahr 2023 steht die Branche vor wachsenden Herausforderungen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Eine neue Studie beleuchtet die Probleme und Reaktionen von Beherbergungsbetrieben in der gesamten Region.

Dr. Niklas Völkerning von der Universität Augsburg leitet eine Untersuchung dazu, wie der Klimawandel Unterkünfte in bayerischen Tourismusgebieten beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild: 56 Prozent der Betriebe verzeichnen keine negativen Auswirkungen, während 32 Prozent mit Problemen wie rückläufigen Schneemengen in Skigebieten kämpfen.

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Im Durchschnitt verursachen die Anbieter pro Gastnacht 14 Kilogramm CO₂. Dennoch gleicht derzeit nur eine Handvoll der befragten Betriebe – genau 27 – ihre Emissionen aktiv aus. Viele haben zwar Maßnahmen wie die Installation von Solaranlagen oder die Modernisierung von Heizsystemen ergriffen, doch nur wenige kennen die Klimaneutralitätsziele bis 2040.

Hemmnisse für weitergehende Schritte sind unter anderem Wissenslücken über CO₂-Bilanzen, unklare rechtliche Vorgaben und hohe Kosten. Entscheidend für Investitionen in Nachhaltigkeit ist oft das Engagement der Unternehmensführung. Gleichzeitig sehen 60 Prozent der Befragten vor allem Politiker und Gäste in der Pflicht, den Wandel voranzutreiben.

Die Studie betont den Bedarf an einem standardisierten und verlässlichen Zertifizierungssystem für Klimaneutralität. Ohne klarere Leitlinien und Unterstützung könnten viele Betriebe die künftigen Vorgaben kaum erfüllen. Wie gut sich die Branche anpasst, wird ihre langfristige Zukunftsfähigkeit in einem sich wandelnden Klima entscheiden.

Quelle