21 March 2026, 02:13

KNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20-Milliarden-Bewertung

Plakat mit einem blauen Hintergrund und weißer Schrift, die besagt "Mehr als 16 Milliarden in neue Offshore-Wind-Investitionen unter Präsident Biden".

KNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20-Milliarden-Bewertung

Europäischer Rüstungskonzern KNDS treibt Börsengang für 2026 voran

Der europäische Rüstungshersteller KNDS plant für 2026 einen großen Börsengang und strebt dabei eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an. Sollte dies gelingen, wäre es einer der größten Börsengänge eines Rüstungsunternehmens in Europa der letzten Jahre. Die Ankündigung folgt auf eine gestiegene Investorennachfrage nach erfolgreichen Börseneinführungen anderer Rüstungsfirmen.

Unterdessen hat die deutsche Bundesregierung die Regeln für Waffenexporte bis September 2025 vorübergehend vereinfacht und damit den Weg für ein Wachstum der Rüstungsindustrie geebnet.

Die deutsch-französische KNDS-Gruppe hat ihre Pläne für einen Börsengang im Jahr 2026 bestätigt. Das Unternehmen verzeichnet derzeit einen Jahresumsatz von 3,8 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Um die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen, will KNDS seine Produktionskapazitäten auf das Zwei- bis Dreifache des aktuellen Niveaus ausbauen.

Der Zeitpunkt des Börsengangs fällt in eine Phase, in der Rüstungsaktien stark gefragt sind. Im Januar 2024 ging die tschechische Czechoslovak Group (CSG) in Amsterdam an die Börse und erreichte eine Marktkapitalisierung von über 30 Milliarden Euro. Dieser Erfolg hat andere Unternehmen ermutigt, darunter den deutschen Rüstungselektronikspezialisten Vincorion, der für Anfang 2026 einen Börsengang in Frankfurt mit einer erwarteten Bewertung von 1 bis 1,3 Milliarden Euro plant. Obwohl KNDS seine Bewertungsstrategie unabhängig verfolgt, deuten die positiven Entwicklungen bei Mitbewerbern auf günstige Rahmenbedingungen für den eigenen Börsengang hin.

Der geplante Börsengang steht unabhängig von Verzögerungen beim Hauptkampfpanzer-Projekt (MGCS), das nun erst für 2045 vorgesehen ist. Zudem haben die deutschen Behörden die Verfahren für Waffenexporte bis Mitte 2025 erleichtert, was Rüstungsunternehmen wie KNDS helfen könnte, internationale Aufträge effizienter abzuwickeln.

Sollte KNDS die angestrebte Bewertung von 20 Milliarden Euro erreichen, wäre dies einer der größten Börsengänge der europäischen Rüstungsbranche. Die Expansionspläne des Unternehmens und der gut gefüllte Auftragsbestand spiegeln die wachsende Nachfrage im Sektor wider. Angesichts der günstigen Marktbedingungen und der vereinfachten Exportregeln könnte der Börsengang die europäische Rüstungsindustrie weiter stärken.

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