03 April 2026, 02:12

Knorr-Bremse 2025: Starke Schiene, schwache Lkw-Sparte – was Anleger jetzt wissen müssen

Grafik der Aktie mit einem roten aufwärtsgerichteten Pfeil und einem grünen abwärtsgerichteten Pfeil auf einem weißen Hintergrund mit Text oben und unten.

Knorr-Bremse 2025: Starke Schiene, schwache Lkw-Sparte – was Anleger jetzt wissen müssen

Knorr-Bremse, ein führender Anbieter von Bremssystemen, verzeichnete 2025 gemischte Finanzzahlen. Während die Sparten für Schienenfahrzeuge solide Ergebnisse liefert, kämpft der Bereich Nutzfahrzeuge weiterhin mit rückläufigen Aufträgen. Anleger beobachten nun genau, ob sich Anzeichen einer Besserung abzeichnen, während das Unternehmen seine Jahresendziele ansteuert.

Die norwegische Zentralbank hat kürzlich ihren Anteil an dem Unternehmen erhöht – ein Zeichen des Vertrauens trotz der aktuellen Herausforderungen.

Im dritten Quartal 2025 meldete Knorr-Bremse einen Umsatzrückgang um 1,4 Prozent auf 1,88 Milliarden Euro. Dieser Rückgang trat auf, obwohl das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 251 Millionen Euro stieg, was eine operative Marge von 13,3 Prozent ergab. Die Division Rail Vehicle Systems schnitt besonders gut ab und erreichte im Vorquartal eine EBIT-Marge von 16,5 Prozent. Die Sparte Commercial Vehicle Systems verzeichnete jedoch einen deutlichen Rückgang der Neuaufträge – von 987 Millionen Euro im dritten Quartal 2024 auf 820 Millionen Euro im selben Zeitraum 2025. Besonders betroffen war der nordamerikanische Markt.

Im Berichtszeitraum erzielte das Unternehmen einen freien Cashflow von 146 Millionen Euro und hielt damit eine starke Cash-Conversion-Rate von 96 Prozent. Analysten heben die strenge Kostendisziplin von Knorr-Bremse sowie die Stabilität des Schienengeschäfts hervor. Dennoch bleiben Bedenken wegen der schwachen Performance im Lkw-Bereich, wo Anleger weiterhin auf eine klare Erholung warten.

Am 30. Oktober 2025 stockte die norwegische Zentralbank Norges Bank ihren Anteil an Knorr-Bremse auf 3,03 Prozent auf. Die Aktie, die Anfang August noch bei 84,80 Euro geschlossen hatte, notierte Ende 2025 bei 80,70 Euro – näher am 52-Wochen-Tief von 67,45 Euro als am Höchststand von 96,40 Euro. Die Jahresprognose für 2025 bleibt unverändert: Der Umsatz soll zwischen 7,8 und 8,1 Milliarden Euro liegen, die operative Marge bei 12,5 bis 13,5 Prozent.

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Knorr-Bremse bleibt mit seiner Schienensparte auf solidem Kurs, doch der Nutzfahrzeugbereich steht weiter unter Druck. Dank stabiler Cashflows und einer von Analysten gelobten Kostensteuerung liegt das Unternehmen weiterhin im Plan, seine Jahresziele zu erreichen. Die erhöhte Beteiligung der Norges Bank signalisiert langfristiges Vertrauen – doch Anleger warten weiterhin auf eine nachhaltige Wende im Lkw-Geschäft.

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