Kraftwerksreserve: Warum Thüga-Chef Alsheimer die Regierungspläne scharf kritisiert
Elwira SpeerKraftwerksreserve: Warum Thüga-Chef Alsheimer die Regierungspläne scharf kritisiert
Die deutsche Bundesregierung erwägt, die Kraftwerksreserve zu aktivieren, um die Strompreise stabil zu halten. Doch Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Energiegruppe Thüga, übt scharfe Kritik an dem Vorhaben. Er warnt, dass dieser Schritt die Emissionen in die Höhe treiben und den Energiemarkt durcheinanderbringen könnte.
Laut Dr. Alsheimer würde die Nutzung der Reserve zu höheren CO₂-Emissionen führen – möglicherweise um bis zu zwei Millionen Tonnen. Zudem befürchtet er, dass dadurch Unsicherheit auf dem Markt entsteht und der Wettbewerb zwischen den bestehenden Kraftwerken geschwächt wird.
Eine aktuelle Studie bestätigt seine Bedenken und prognostiziert mittelfristig einen Anstieg der Strompreise um bis zu neun Prozent. Über die Kosten hinaus warnt der Vorstandsvorsitzende, dass staatliche Eingriffe neue Geschäftsmodelle gefährden könnten, insbesondere solche, die auf Energiespeicherlösungen setzen.
Aus seiner Sicht würde der Plan auch den Ausbau neuer Kraftwerkskapazitäten verlangsamen. Stattdessen fordert er klarere rechtliche und finanzielle Garantien für neue Gaskraftwerke. Zudem schlägt er vor, lokale Auflagen zu lockern, um Energieinfrastrukturprojekte zu beschleunigen.
Zwar zielt der Regierungsvorschlag darauf ab, die Strompreise zu stabilisieren, doch Kritiker wie Dr. Alsheimer verweisen auf erhebliche Risiken. Dazu zählen höhere Emissionen, Marktinstabilität und Verzögerungen beim Kapazitätsausbau. Seine Empfehlungen konzentrieren sich darauf, die Investitionsbedingungen zu verbessern und die Umsetzung vor Ort durch weniger bürokratische Hürden zu erleichtern.






