12 June 2026, 18:08

Kultusminister fordern Rückkehr zu wettkampforientiertem Schulsport an Grundschulen

Bildungsminister fordern mehr Wettbewerb bei den nationalen Jugendspielen

Kultusminister fordern Rückkehr zu wettkampforientiertem Schulsport an Grundschulen

Die Kultusminister der Länder drängen darauf, in Sportwettbewerben an Grundschulen wieder stärker wettkampforientierte Formate einzuführen. Der Vorstoß folgt massiver Kritik an einer Reform aus dem Jahr 2023, durch die die Bundesjugendspiele weniger leistungsorientiert gestaltet wurden. Bundesbildungsministerin Karin Prien hat sich öffentlich für eine stärkere Betonung von Leistung in den Schulen ausgesprochen.

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Im Zuge der Reform der Bundesjugendspiele 2023 hatten viele Grundschulen zu spielerischeren, weniger wettbewerbsorientierten Sportformaten gewechselt. Die Abkehr von traditionellen Wettkämpfen stieß bei Eltern, Lehrkräften und Sportverbänden in ganz Deutschland auf Widerstand.

Nun unternimmt Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Jung Schritte, um die Änderungen rückgängig zu machen. Sein Plan sieht verbindliche Regeln für alle Schulen bei den nächsten Bundesjugendspielen vor, darunter präzise Messungen und die Rückkehr zu klassischen Urkunden bei Disziplinen wie Sprint und Weitsprung. Auch im Leichtathletik- und Schwimmunterricht soll das wettkampforientierte Format für Dritt- und Viertklässler wieder als Option eingeführt werden.

Andere Minister haben sich ebenfalls für die Kehrtwende ausgesprochen. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens argumentierte, dass schulische Wettkämpfe dazu beitragen könnten, künftige deutsche Olympiasieger hervorzubringen. Hessens Minister Armin Schwarz bezeichnete den Schritt als notwendige „Zeitumkehr“.

Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, leistungsbasierte Bewertungen im Schulsport der Grundschulen wieder zu etablieren. Präzise Zeitmessungen und Messungen sollen wieder eingeführt werden, ebenso wie die traditionellen Urkunden. Die Reformen spiegeln einen größeren Trend wider, der darauf abzielt, bei jungen Schülerinnen und Schülern Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft zu fördern.

Quelle