Lamerdingen streitet über Zukunft des Bürgermeisteramts: Hauptamt oder Ehrenamt?
Birgitta SchulzLamerdingen streitet über Zukunft des Bürgermeisteramts: Hauptamt oder Ehrenamt?
Erste Gemeinderatssitzung in Lamerdingen nach der Sommerpause: Hitze Debatte um Amtsstatus des Bürgermeisters
Die erste Gemeinderatssitzung in Lamerdingen nach der Sommerpause war von intensiven und mitunter erhitzten Diskussionen geprägt. Im Mittelpunkt stand eine brisante Frage: Soll das Bürgermeisteramt von einer hauptamtlichen in eine ehrenamtliche Position umgewandelt werden? Befürworter der Änderung bezogen von Anfang an klar Stellung.
Die Sitzung begann mit der Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung – doch bereits dieser Routineschritt geriet zum Stolperstein. Ratsmitglieder, die für den Vorschlag eines ehrenamtlichen Bürgermeisters eintraten, verweigerten die Unterzeichnung der Niederschrift. Ihr Widerstand gab den Ton für den weiteren Abend vor.
Jahre lang blieb die politische und administrative Struktur Lamerdingens unverändert. Größere Verschiebungen in Führung oder Verwaltung gab es nicht, insbesondere nicht beim Bürgermeisteramt. Gerade diese Kontinuität ließ den aktuellen Vorstoß umso auffälliger wirken.
Hauptpunkt der Tagesordnung war die geplante Änderung des rechtlichen Status des Ersten Bürgermeisters: Statt eines bezahlten Vollzeitamts sollte die Position künftig ehrenamtlich ausgeübt werden. Die Argumente dafür und dagegen füllten den Saal, eine sofortige Einigung zeichnete sich nicht ab.
Die Sitzung endete ohne endgültige Entscheidung über die Zukunft des Amts. Die Verweigerung der Protokollgenehmigung und die scharfe Debatte offenbarten tiefe Gräben innerhalb des Gremiums. In den kommenden Wochen sind weitere Beratungen zum Vorschlag zu erwarten.






