Masern und Keuchhusten fordern in den USA erste Todesopfer unter Kindern
Dörthe KrauseMasern und Keuchhusten fordern in den USA erste Todesopfer unter Kindern
Masern und Keuchhusten breiten sich in den USA auf besorgniserregendem Niveau aus
Allein in diesem Jahr wurden bereits über 700 Masernfälle gemeldet, zwei Kinder starben an der Krankheit. Gesundheitsbehörden warnen nun vor den weitreichenden Folgen sinkender Impfquoten.
Der Anstieg vermeidbarer Erkrankungen folgt einem Rückgang der Kinderimpfungen während der Pandemie. Die Impfraten haben sich noch nicht auf das Niveau vor 2020 erholt, sodass mehr Kinder ungeschützt sind. Gleichzeitig hat das Vertrauen in Impfstoffe nachgelassen – besonders unter Republikanern, nachdem die Debatten über die COVID-19-Impfungen für Verunsicherung sorgten.
Die Masernfälle stiegen von 285 im Jahr 2022 auf über 700 in diesem Jahr. In mehreren Bundesstaaten kam es zu Ausbrüchen, die vor allem ungeimpfte Gemeinschaften gefährden. Experten warnen, dass weitere Krankheiten folgen könnten, wenn die Impfabdeckung nicht steigt.
Auch Keuchhusten wütet 2024 besonders heftig: Mindestens 7.599 Fälle wurden registriert. Am stärksten betroffen sind Säuglinge unter sechs Monaten – etwa ein Drittel der Infizierten musste stationär behandelt werden. In Louisiana, South Dakota und Washington endete die Krankheit tödlich.
Der DTaP-Impfstoff schützt vor Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, doch Auffrischungsimpfungen sind alle zehn Jahre nötig. Ohne bessere Impfbereitschaft fürchten Behörden die Rückkehr längst überwundener Krankheiten wie Polio oder Diphtherie.
Die aktuellen Ausbrüche zeigen die Folgen nachlassenden Impfvertrauens. Da Masern und Keuchhusten bereits Todesopfer gefordert haben, appellieren Gesundheitsbehörden an Eltern, ihre Kinder gemäß den Empfehlungen impfen zu lassen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten in den kommenden Jahren weitere vermeidbare Krankheiten wiederaufflammen.






