05 June 2026, 16:29

Matthias Hundt bleibt trotz Ermittlungen im Amt – Senat entscheidet über Abberufung

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt bleibt trotz Ermittlungen im Amt – Senat entscheidet über Abberufung

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seinen Rücktrittsentschluss zurückgenommen. Der Schritt erfolgt, während gegen ihn im Zusammenhang mit der Insolvenz eines seiner früheren Unternehmen ermittelt wird. Als Grund für seinen Verbleib im Amt nannte Hundt Frustration über unbewiesene Vorwürfe.

Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft derzeit Hundts Rolle beim Zusammenbruch der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Das Insolvenzverfahren für das Unternehmen wurde am 25. November 2025 eingeleitet. Unabhängig davon untersucht die Deutsche Rentenversicherung, ob das Unternehmen fällige Sozialabgaben nicht abgeführt hat.

Hundt war bis Herbst 2024 zudem externer Geschäftsführer der Humboldt Capture Germany GmbH gewesen, an der er jedoch nie Anteilseigner war. Trotz der laufenden rechtlichen Prüfungen steht ihm eine Abfindung in Höhe von rund 72.000 Euro zu – entsprechend einem halben Jahresgehalt.

Der Berliner Senat treibt unterdessen die Pläne voran, Hundt aus dem Amt zu entlassen. Eine endgültige Entscheidung über seine Abberufung wird bis Dienstag erwartet.

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Durch den Rückzug seines Rücktritts verlängert Hundt vorerst seine Amtszeit, auch wenn die Ermittlungen weiterlaufen. Die anstehende Abstimmung im Senat wird entscheiden, ob er sein Amt behält. Im Falle einer Entlassung würde er dennoch die vereinbarte Abfindung erhalten.

Quelle