Mitteldeutschland-Verbindung: BSW fordert raschen Ausbau trotz Finanzierungslücke von zwei Milliarden Euro
Birgitta SchulzMitteldeutschland-Verbindung: BSW fordert raschen Ausbau trotz Finanzierungslücke von zwei Milliarden Euro
Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert schnellere Fortschritte beim Ausbau der Mitteldeutschland-Verbindung. Diese wichtige Strecke soll die Anbindung von Sachsen über Thüringen bis in den Westen Deutschlands verbessern. Doch Verzögerungen und Finanzierungslücken haben die Baupläne um Jahre zurückgeworfen.
Eigentlich sollten die Arbeiten in diesem Jahr beginnen, doch bisher wurde kein Spatenstich gesetzt. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Mittel für das Projekt bereitstehen. Daher soll der Baubeginn nun erst 2028 erfolgen, während die vollständige Elektrifizierung frühestens 2032 abgeschlossen sein wird.
Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, drängt auf sofortiges Handeln. Er betonte die Notwendigkeit, die Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz zu elektrifizieren und teilweise zweigleisig auszubauen. Die Fraktion argumentiert, dass schnellere Fernverbindungen von Chemnitz und Dresden in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet von diesen Maßnahmen abhängen.
Die BSW stuft die Mitteldeutschland-Verbindung als eine der wichtigsten Bahnstrecken Thüringens ein. Dennoch klafft bis 2029 eine Finanzierungslücke von rund zwei Milliarden Euro für verschiedene Schienenprojekte. Allein der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz erfordert schätzungsweise 544 Millionen Euro. Ohne zusätzliche Bundesmittel drohen der Fraktion zufolge weitere Rückschläge für das Vorhaben.
Die BSW setzt sich weiterhin für mehr Fördergelder ein, um den Ausbau der Strecke zu beschleunigen. Schnellere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland hängen von der Fertigstellung dieser Route ab. Doch mit dem verschobenen Baubeginn auf 2028 müssen Reisende und Unternehmen länger auf bessere Angebote warten.






