Münchner Flughafen bleibt trotz Kürzungen Drehkreuz für Langstreckenflüge
Elwira SpeerMünchner Flughafen bleibt trotz Kürzungen Drehkreuz für Langstreckenflüge
Flughafen München bleibt Drehkreuz für Langstreckenflüge
Der Flughafen München ist nach wie vor ein zentraler Knotenpunkt für interkontinentale Reisen – von hier starten einige der längsten Flüge der Welt. Als zweitwichtigster Standort der Lufthansa nach Frankfurt verbindet der Airport Passagiere mit Zielen wie Singapur oder Mexiko-Stadt. Doch trotz seiner starken Position sieht sich die Airline steigenden Kosten und wachsendem Wettbewerb auf dem deutschen Luftfahrtmarkt ausgesetzt.
Die längsten Flüge ab München führen um die halbe Welt Die Strecken nach Tokio/Haneda und Osaka dauern jeweils bis zu 14 Stunden und 20 Minuten – sie sind damit die zeitintensivsten Verbindungen ab München. Gemessen an der Distanz ist jedoch die Route nach Singapur mit 10.060 Kilometern die längste. Der Nonstop-Flug mit der größten Flugzeit führt hingegen nach Mexiko-Stadt: 11 Stunden und 50 Minuten sind hier einzuplanen.
Wintersonne und Netzrückbau: Lufthansa strafft ihr Angebot Wer im Winter Sonne sucht, findet in München zahlreiche Optionen. Doch die Lufthansa dünnt ihr Streckennetz aus – erst kürzlich strich sie die kürzeste Verbindung zwischen Nürnberg und München. Weitere Streichungen bei Inlands- und Auslandsflügen sind geplant, da die Airline unter finanziellen Belastungen leidet.
Terminal 1 ausgebaut – Konkurrenz verschärft Das erweiterte Terminal 1 des Flughafens München steht zunehmend im Wettbewerb, insbesondere mit Fluggesellschaften außerhalb der Star Alliance. Die Lufthansa, Gründungsmitglied des Bündnisses, bleibt zwar die dominierende Airline Deutschlands, gerät aber zunehmend unter Druck. Die Star Alliance zählte 2023 noch 26 Mitgliedgesellschaften, darunter Aegean Airlines, Air India und – bis zu ihrem Austritt – Alitalia.
Lufthansas Stellung in München bleibt gefestigt – doch die Herausforderungen wachsen Obwohl die Lufthansa in München weiterhin eine starke Position einnimmt, zwingen steigende Flughafengebühren und Konkurrenzdruck die Airline zu Streckenkürzungen. Angesichts der anhaltenden Nachfrage nach Langstreckenflügen muss der Carrier nun Effizienz und globale Präsenz in Einklang bringen.






