Mysteriöses Wahlplakat für verstorbenen Ex-Bürgermeister Edi Geyer taucht in Oberstdorf auf
Ben NetteMysteriöses Wahlplakat für verstorbenen Ex-Bürgermeister Edi Geyer taucht in Oberstdorf auf
Wahlplakat für den verstorbenen Edi Geyer in Oberstdorfs Kurpark vor der Kommunalwahl 2026 aufgetaucht
Vor den Kommunalwahlen 2026 ist im Kurpark von Oberstdorf ein Wahlplakat des verstorbenen Edi Geyer erschienen. Der ehemalige Bürgermeister, der 2022 im Alter von 86 Jahren starb, bleibt eine prägende Figur in der Erinnerung der Stadt. Viele Einwohner wünschen sich noch immer, er könnte Oberstdorf erneut führen.
Edi Geyer stand fast 30 Jahre lang an der Spitze der Gemeinde und hinterließ tiefgreifende Spuren. Seine politische Laufbahn begann 1973, als ihn die Freien Wähler und die SPD trotz seiner CSU-Mitgliedschaft als Kandidaten unterstützten. Während seiner Amtszeit überstand er zwei Versuche, ihn aus der Partei auszuschließen.
Bekannt wurde Geyer vor allem für seine mutige Verkehrspolitik. Anfang der 2000er Jahre führte er Tempo-30-Zonen, Kreisverkehre und Elektrobusse ein, um Staus zu verringern und die Sicherheit zu erhöhen. Sein Ansatz inspirierte andere Städte wie Garmisch-Partenkirchen in Deutschland und Kufstein in Österreich, ähnliche Maßnahmen umzusetzen. Berühmt-berüchtigt war seine Ablehnung von Ampeln, die er als "Werkzeuge für diejenigen, die es genießen, auf Anweisungen von oben zu warten" bezeichnete.
Doch Geyer setzte nicht nur auf Tempolimits: Er erweiterte Park-and-Ride-Anlagen und förderte eine fußgängerfreundliche Infrastruktur. Seine Vision prägte das Verkehrssystem Oberstdorfs und sorgte sowohl für Zustimmung als auch für Diskussionen.
Sein Erbe lebt in den Straßen und politischen Entscheidungen der Stadt weiter. Noch heute taucht sein Name in Wahlunterlagen auf – ein Zeichen für seinen tiefen Einfluss. Das Plakat zur Wahl 2026 erinnert an seine jahrzehntelange Prägung der lokalen Politik.