Nachbarschaftsstreit eskaliert: Elf Schüsse töten 33-Jährigen in Bayern
Dörthe KrauseNachbarschaftsstreit eskaliert: Elf Schüsse töten 33-Jährigen in Bayern
Tödlicher Streit in Bayern: Nachbar nach elf Schüssen getötet – Schütze nimmt sich das Leben
In Weiltingen, einem kleinen Ort in Bayern, hat ein 55-jähriger Hobbyjäger seinen Nachbarn erschossen. Das 33-jährige Opfer starb noch am Tatort, nachdem es von elf Pistolenkugeln getroffen worden war. Die Behörden bestätigten, dass der Schütze die Waffe legal besaß und seit mehr als zwei Jahrzehnten einen Jagdschein hatte.
Zwischen den beiden Männern schwelte seit mindestens 2019 ein erbitterter Streit. Die Polizei war zuvor über 30 Mal wegen Auseinandersetzungen zwischen ihnen gerufen worden. Trotz der wiederholten Spannungen kam es jedoch nie zu offiziellen Anzeigen oder Ermittlungen.
Zeugen berichteten später, der Schütze habe einmal mit einem Bogen einen Pfeil auf eine Person abgeschossen. Andere gaben an, sich nach dem Vorfall von ihm bedroht gefühlt zu haben. Diese Vorfälle wurden jedoch nie aktenkundig.
Das Landratsamt Ansbach hatte zwar bereits die Zuverlässigkeit des Schützen überprüft, sah aber keinen Anlass, ihm die Lizenzen zu entziehen. Nach der Tat floh der Mann vom Tatort und wurde später tot aufgefunden – er hatte Suizid begangen.
Die Ermittlungen zum Schussvorfall laufen weiter. Die Behörden untersuchen insbesondere die lange Geschichte der Konflikte zwischen den beiden Männern. Im Fokus stehen dabei der legale Zugang des Schützen zu Schusswaffen sowie die Frage, warum trotz der gemeldeten Bedrohungen nie Konsequenzen gezogen wurden. Die Polizei hat noch nicht bestätigt, ob weitere Anklagen oder Überprüfungen folgen werden.






